Magnesium Mg

Magnesium ist ein chemisches Element mit dem symbolischen Zeichen Mg und ist als essentieller Mineralstoff (Mengenelement) für alle Organismen unverzichtbar. Es ist ein Bestandteil des grünen Blattfarbstoffes (Chlorophyll) und wird für die Photosynthese benötigt. Magnesium wird nicht als reines Metall, sondern als Verbindung, meistens in Form von Salz, vom Körper aufgenommen. Da der menschliche Organismus Magnesium nicht selbst bilden kann, muss es ihm täglich durch die Nahrung zugeführt werden. Der Körper eines Erwachsenen enthält zwischen 20 und 25g Magnesium. Mehr als die Hälfte davon wird in den Knochen und im Gewebe gelagert. Magnesium hilft im Organismus bei einer Vielzahl wichtiger Stoffwechselvorgänge.

Magnesium-Bedarf

Durch eine ausgewogene Ernährung wird die täglich benötigte Menge an Magnesium normalerweise gedeckt. Ein höherer Bedarf wird aufgrund von Stress, schwerer körperlicher Tätigkeiten und Leistungssport erforderlich. Auch Schwangere, Stillende und ältere Personen brauchen etwas mehr Magnesium. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Männern und Frauen zwischen dem 19ten und 25sten Lebensjahr ca. 400 g/310 g Magnesium am Tag. Ab dem 25sten Lebensjahr sollten Männer 350 g und Frauen 300 g Magnesium täglich zu sich nehmen.

Wie wirkt Magnesium?

Magnesium wird vom Darm aufgenommen (resorbiert). Überschüssiges Magnesium wird über die Nieren ausgeschieden. Magnesium ist an einem gesunden Knochen-, Zahn- und Muskelaufbau beteiligt. Es beruhigt das Nervensystem und sorgt für eine entspannte Muskulatur. Magnesium fördert die Leistungsstärke und die Vitalität. Es aktiviert zahlreiche Enzyme und ist auch für den Energiestoffwechsel von großer Bedeutung. Magnesium ist an der Verwertung von Fetten und Eiweißen beteiligt.

Magnesium-Lieferanten

Magnesium kommt als Verbindung in tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln vor. Sehr gute Magnesium-Lieferanten sind Vollkornprodukte und Mineral- b.z.w. Heilwasser mit hohem Magnesiumgehalt. Nüsse und Samen, Leber, Geflügel und Fisch sind gute Magnesium-Quellen. Auch in Spinat, Kohlrabi, Fenchel und Brokkoli ist viel Magnesium enthalten. Von den Obstsorten sind Beeren aller Art und Apfelsinen stark magnesiumhaltig. Und auch Kakao, dunkle Schokolade, Milch und Milchprodukte versorgen den Körper gut mit dem wichtigen Mineralstoff.

Unterversorgung und Überversorgung

Eine Magnesium-Unterversorgung wird medizinisch als Hypomagnesiämie bezeichnet und kann durch Nierenfunktionsstörungen, chronische Darmentzündungen oder durch Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) ausgelöst werden. Auch eine Fehlernährung, lang anhaltender Durchfall, bestimmte Medikamente und Abführmittel können einen Mangel verursachen. Erste Anzeichen sind nächtliche Zehen- und Wadenkrämpfe, Verspannungen der Nacken-, Schulter- und Rückenmuskulatur, Kopfschmerzen, Nervosität und Reizbarkeit. Im weiteren Verlauf kann es zu Depressionen, Magen-Darmproblemen, zu Herzrasen und sogar zum Schlaganfall oder Herzinfarkt kommen.

Die Überversorgung mit Magnesium wird medizinisch Hypermagnesämie genannt und wird meistens durch Krankheiten z.B. Nieren- und Darmerkrankungen, ausgelöst. Begleitende Symptome sind Müdigkeit und eine Pulsverlangsamung. Der Blutdruck fällt ab und die Atmung wird flach. Es kommt zu Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen. Bei einem gesunden Menschen kann es zu keinem Magnesiumüberschuss kommen, da der Organismus überschüssiges Magnesium problemlos ausscheidet.


Quellen und Weiterführendes

www.dopinginfo.ch: Magnesium - Antidoping - Zur Quelle.