Kalium K

Kalium (chem. Zeichen K) ist ein wasserlöslicher, essentieller Mineralstoff (Mengenelement), der vom Organismus nicht gebildet werden kann. Als chemisches Element gehört Kalium zu der Gruppe der Alkalisalze. Kaliumverbindungen und Kaliumsalze werden in der Technik, der Medizin und der Forschung eingesetzt. Im menschlichen Körper ist Kalium Bestandteil aller Körperzellen. Es ist an wesentlichen Stoffwechselfunktionen beteiligt.

Durch Elektrolyse geschmolzener Alkalien gelang es dem englischen Chemiker Sir Humphry Davy im Jahre 1807, Kalium darzustellen, das er zunächst als „Potassium“ bezeichnete. Den Name leitete er von Pottasche ab, da Kalium aus Pottasche gewonnen werden konnte. Bereits kurze Zeit später war nur noch der Begriff Kalium üblich.

Kalium-Bedarf

Kalium ist essentiell und muss dem Organismus täglich mit der Nahrung zugeführt werden. Ausgeschieden wird der Mineralstoff hauptsächlich über den Urin; in sehr geringen Mengen auch über Schweiß, Atmung und Stuhl. Der Kaliumbedarf richtet sich danach, wie viel Kalium ausgeschieden wird. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt erwachsenen Personen eine Tageszufuhr von zwei Gramm Kalium. Durch eine ausgewogene Ernährung mit genügend frischem Obst und Gemüse, wird der Tagesbedarf im Normalfall gedeckt. Bestimmte Faktoren (Krankheiten, Medikamente) können eine höhere Kaliumzufuhr erforderlich werden lassen.

Wie wirkt Kalium?

Kalium ist an der Steuerung der Nervenimpulse und an der Muskeltätigkeit beteiligt. Es reguliert den Flüssigkeitshaushalt des Organismus und sorgt für den osmotischen Druck in den Zellen. Kalium ist wichtig für die Aktivierung einiger Enzyme, für den Kohlenhydratstoffwechsel und die Energiegewinnung. Es hat Einfluss auf den Blutdruck und die Herzmuskeltätigkeit.

Kalium-Lieferanten

Kalium ist in tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln enthalten. Sehr gute Lieferanten sind Aprikosen, Bananen, Hagebutten, Kiwis, Johannisbeeren, Nektarinen und Honigmelonen. Beim Gemüse sind Artischocken, Pilze, Blumenkohl, Spinat und Grünkohl, Kartoffeln und Broccoli besonders kaliumhaltig. Aber auch Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen, Käse und Datteln sind ausgezeichnete Kaliumquellen. Kalium ist wasserlöslich und geht beim Kochvorgang ins Kochwasser über. Damit der wertvolle Mineralstoff nicht verloren geht, sollte das Kochwasser für andere Speisen z.B. Saucen weiter verwendet werden. Grundsätzlich ist ein schonendes Dämpfen, Dünsten und Braten kaliumreicher Lebensmittel zu empfehlen.

Unterversorgung und Überversorgung

Eine Unterversorgung mit Kalium wird medizinisch als Hypokliämie bezeichnet. Sie kann durch eine mangelhafte Ernährung, durch übermäßigen Alkohol- und Kochsalzkonsum aber auch durch bestimmte Medikamente verursacht werden. Abführmittel, Erbrechen, Durchfall, Hormon- und Nierenstörungen können ebenfalls einen Kaliummangel auslösen. Eine Unterversorgung äußert sich durch Symptome wie Erschöpfung, Muskelschwäche und Herzrhythmusstörungen. Es kommt zu Schwindelgefühl und Müdigkeit. Häufig tritt eine Beeinträchtigung der Darmmuskulatur auf, so dass starke Verstopfungen die Folge sind. Um einen leichten Mangel auszugleichen, hilft in vielen Fällen, verstärkt kaliumreiche Lebensmittel zu verzehren.

Liegt eine Überdosierung mit Kalium vor, wird medizinisch von einer Hyperkaliämie gesprochen. Akute oder chronische Nierenerkrankungen können eine Ursache sein, da die erkrankten Nieren oft nicht mehr in der Lage sind, das Kalium auszuscheiden. Auch durch den Verzehr kaliumhaltiger Nahrungsergänzungsmittel kann es zu einer Hyperkaliämie kommen. Begleitende Symptome sind Hautkribbeln, Muskelschwäche und Herzrhythmusstörungen.