Brigitte-Diät

Schon seit 1996 gibt es die Diätbücher der Frauenzeitschrift Brigitte (Focus-Online). Sie wurde von der Zeitschrift selbst und von Hamburger Ärzten entwickelt und wird jährlich dem neuen Stand angepasst. Diese Diät soll zu einer langsamen Reduktion des Körpergewichtes und langfristig zu einer Ernährungsumstellung führen. Sie basiert auf einer fettarmen, ausgewogenen Mischkost mit viel Obst und Gemüse. Die Inhalte dieser Diät werden als Buch oder über das Internet vermittelt.

Wie funktioniert die Brigitte-Diät

Die BRIGITTE-Diät empfiehlt insgesamt 5 Mahlzeiten aufgeteilt in drei Haupt- und bis zu zwei Zwischenmahlzeiten. Der Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme kann selbst bestimmt werden. Pro Tag dürfen ca. 1200 Kilokalorien aufgenommen werden, die im Falle einer Dauerkost und zur Erhaltung des Gewichtes nach der BRIGITTE-Diät erhöht werden sollten. Die Fettaufnahme pro Tag liegt bei 30 Gramm und sollte nicht überschritten werden.

Brigitte Diät: Obst, Gemüse, Vollkorn

Lebensmittel die kein oder sehr wenig Fett enthalten, wie z.B. Obst, Gemüse und Kartoffeln, dürfen unbegrenzt gegessen werden. Der Grundsatz dieser Diät ist demzufolge die Einschränkung des täglichen Fettkonsums. Wer zwischen den Mahlzeiten ein Hungergefühl entwickelt, soll nicht bis zur nächsten Mahlzeit abwarten sondern zusätzlich rohes Obst und/oder Gemüse essen.

Bei dieser Ernährungsform gibt es viel Obst, Gemüse, fettarme Milchprodukte und Vollkornprodukte sowie Fleisch und Fisch in Maßen. Ungezuckerte und kalorienfreie Getränke werden empfohlen. Es wird zudem empfohlen mindestens zwei Liter Mineralwasser, Früchte- oder Kräutertee täglich zu trinken.  Auch schwarzer Tee und Kaffee (evtl. mit Süßstoff) sind, in Maßen verzehrt, akzeptabel.

Zum Süßen der Speisen dürfen brauner Zucker, Honig, Ahornsirup, Melasse und Zucker genommen werden. Auf Alkohol sollte zwar grundsätzlich verzichtet werden, jedoch ist gegen eine gelegentliche Schorle oder gegen ein Glas Sekt nichts einzuwenden. Das aktuelle Buch „Brigitte Diät“ enthält mehrere Konzepte, wie z.B. Blitzrezepte für Kochmuffel, Menüs für Vegetarier oder Familienrezepte. Es gibt klar strukturierte Tagespläne, die Gerichte werden nach einer Art Baukastenprinzip zusammengestellt.

Die Zutaten für die Gerichte bleiben mit ihrem ausgewogenen Kohlenhydrat-, Eiweiß- und Fett-Verhältnis auch nach Beendigung der Diät auf dem Einkaufszettel. Um die Ursache des Übergewichtes herauszufinden, werden verschiedene Tests im Buch angeboten. Als Ergänzung des Reduktionsprogrammes wird leichter Sport und/oder Bewegung empfohlen. Der Inhalt dieses Programmes wird durch Anleitung zum Figurentraining abgerundet.

Vorteile

Diese Diät wird als gesund eingestuft, da sie wenig Fett, aber viele Ballaststoffe, Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, fettarme Milchprodukte, sowie auch Fisch und Fleisch enthält. Vitamine und Nährstoffe werden dem Organismus genügend, bis auf Folsäure, zugeführt.
Dadurch, dass für jedes Rezept Fett- und Kalorienbedarf angegeben werden (umgerechnet auf eine Portion) wird das mühselige Kalorienzählen erleichtert bzw.  erspart. Abwechslung und eine ausgewogene Ernährung sind auf lange Sicht sichergestellt. Die Zutaten für die Rezepte sind in jedem Supermarkt erhältlich und machen sie dadurch alltagstauglich.

Nachteile

Da diese Diät sehr wenig Fett enthält, kann es schwierig sein, nicht über den empfohlenen Fettbedarf zu kommen, besonders wenn auswärts öfters gegessen wird.  Es kann sich ebenfalls als schwierig erweisen, die einzelnen Mahlzeiten genau nach Rezept zuzubereiten.
Kritiker deuten an, dass diese relativ geringe Kalorienmenge am Tag den sogenannten Jo-Jo-Effekt begünstigen könnte. Daher sollte auf Dauer die Kalorienzufuhr erhöht werden, auf Bewegung darf nicht verzichtet werden. (Hark und Deen 2005), (Focus-Online) und (Diät.com).


Quellen

  • Hark, Lisa, und Darwin Deen. 2005. Gesunde Ernährung. Starnberg: Dorling Kindersley Verlag GmbH.
  • O. A. Brigitte-Diät - 50 Diäten im Test - Richtig abnehmen - Ernährung - Gesundheit - FOCUS Online. Zur Quelle.
  • O. A. Diät.com - Das Diätportal: BRIGITTE-Diät. Zur Quelle.

Redaktion: Diplom-Oecotrophologin Susanne Tkatchenko
Datum: 23.09.2008