Fasten

Die heutige Motivation zum Fasten ist sehr unterschiedlicher Natur  und reicht von religiösen oder gesundheitlichen Gründen bis zu  Gewichtsabnahme oder einer Ernährungsumstellung generell. Fasten bedeutet definitionsgemäß „Verzicht aus jegliche Nahrungsaufnahme“ und war ursprünglich ein religiös begründeter Brauch, welcher Buße und Nähe zu Gott symbolisieren sollte. Im täglichen Sprachgebrauch wird der Begriff Fasten auch oftmals als Reduzierung der Nahrungszufuhr im Sinne einer Reduktionsdiät verstanden. Im einfachsten Fall handelt es sich um eine „Nulldiät“, d.h. bei dieser Form der Diät darf nichts gegessen werden, lediglich Flüssigkeit (zwei bis drei Liter täglich)in Form von Mineralwasser, Tee oder Kaffe dürfen aufgenommen werden. Da bei dieser extremen Form des Fastens sehr schnell körpereignes Eiweiß abgebaut wird, wurde das sog. Modifizierte Fasten eingeführt. Um eine Unterzuckerung (Hypoglycämie) zu vermeiden werden bei dieser Art des Fastens  ca. 400 bis 600 kcal täglich in Form von Proteinkonzentraten oder Kohlenhydraten zu sich genommen. Das sogenannte Heil- und Saftfasten ist ursprünglich nicht zur Gewichtsreduktion gedacht, denn es wird als „ganzheitliche Methode der Naturheilkunde“ betrachtet und soll bei gesunden Erwachsenen den Körper entgiften und entschlacken. Einige der Bekanntesten „Fasten-Methoden“ sind unter anderem folgende: Darmreinigung nach Dr. F. X. Mayr, Saftfasten sowie Heilfasten nach Buchinger.


Quellen

  • Biesalski, Hans Konrad, und Peter Grimm. Taschenatlas der Ernährung. 4. Aufl. Stuttgart: Georg Thieme Verlag KG.
  • Elmadfa, Ibrahim, und Claus Leitzmann. 2004. Ernährung des Menschen. 4. Aufl. Stuttgart: Eugen Ulmer GmbH & Co.
  • Schlieper, Cornelia A. 1997. Grundfragen der Ernährung. 13. Aufl. Hamburg: Dr. Felix Büchner Verlag.

Redaktion: Diplom-Oecotrophologin Susanne Tkatchenko
Datum: 12.09.2009