Fit-for-Life-Diät

Diese umstrittene Fit-for-Lif-Diät stammt von Marilyn und Harvey Diamond. Beide Autoren vertreten die Meinung, dass nur durch eine spezielle Trennkost, unter Berücksichtigung natürlicher Körperzyklen, der Körper von "Schlacken" entgiftet werden könnte. Diese anfallenden "Schlacken" sind ihrer Ansicht nach die Verursacher von Übergewicht. Dieses sogenannte Lifestyle-Programm sieht eine vorwiegend vegetarische Ernährungsweise mit einem hohen Anteil an Rohkost vor. Kohlenhydratreiche- und proteinreiche Lebensmittel sollen getrennt verzehrt werden. Bei Befolgung des streng vorgegebenen Ernährungsplanes soll mit dieser Diät ein rapider Gewichtsverlust erzielt werden.

Wie funktioniert die Diät Fit -for- Life

Bei dieser Diät liegt einer der Schwerpunkte auf dem Biorhythmus des Körpers. Dieser vom Körper vorgegebene Zyklus muss mit einer streng vorgegebenen Lebensweise eingehalten werden, um das Verdauungssystem sozusagen zu "sanieren" und abzunehmen. Das heißt, dass laut den Autoren der menschliche Organismus nur zwischen 12 und 20 Uhr bereit zur Nahrungsaufnahme sei. In dem Zeitraum zwischen 20 bis 4 Uhr wird die aufgenommene Nahrung verwertet und zwischen 4 und 12 Uhr werden die angefallenen Schlacken und Säuren ausgeschieden. Aus diesem Zeitschema ist erkennbar, dass vormittags,  außer leicht verdauliches Obst bzw. Obstsäfte, nichts gegessen werden darf. Ab Mittag soll überwiegend rohes Obst, Gemüse und Salat auf dem Speiseplan stehen. Diese Nahrungsmittelgruppe soll 70 Prozent des Gesamtspeiseplanes ausmachen. Ziel der Einnahme dieser stark wasserhaltigen Lebensmittel ist es, die Wasserdepots des Körpers aufzufüllen sowie täglich anfallende Schlacken aus dem Darm zu spülen. Die restlichen 30 Prozent sollen aus "konzentrierter Nahrung", wie beispielsweise Brot, Getreide, Hülsenfrüchte und Fleisch bestehen. Bei jeder Mahlzeit ist es das Ziel ein wasserhaltiges und ein "konzentriertes" Nahrungsmittel miteinander zu kombinieren. Zusätzlich soll ein getrennter Verzehr von protein- und kohlenhydratreichen Lebensmitteln erfolgen. Lebensmittel sollen möglichst roh verzehrt werden, mit dem Hintergrund, dass beim Kochen Wasser und Enzyme verloren gehen. Als Getränk soll überwiegend destilliertes Wasser getrunken werden. Milch sowie Milchprodukte sollen gemieden werden, da sie angeblich einen darmverklebenden Schleim bilden und so maßgeblich am Entstehen von Übergewicht mit verantwortlich sind.

Vorteile

Bei liberaler Anwendung dieses Ernährungskonzeptes geltend die Vorteile wie bei anderen vegetarisch betonter Kostformen, d.h. positiv ist der hohe Obst und Gemüseanteil.

Nachteile

Diese Diät beruht auf vielen falschen sowie pseudowissenschaftlichen Aussagen. Langfristig drohen bei dieser Diät Mangelerscheinungen. Durch den Verzicht von Milch und Milchprodukten kann es zu einem Calciummangel kommen. Bis mittags stehen nur Obst bzw. Säfte auf dem Ernährungsplan, d.h. es fehlen sättigende kohlenhydratreiche Lebensmittel, welche zudem reichliche B-Vitamine und Ballaststoffe enthalten. Hinzu kommt, dass es keine wissenschaftlichen Beweise dafür gibt, dass Kohlenhydrate nicht zusammen mit Eiweißen verdaut werden können. Der Biorhythmus des Körpers begründet sich auf natürliche Hormonschwankungen, die sich jedoch nicht auf den Nährstoffbedarf auswirken. Die strengen Diätregeln sind außerdem schwer durchzuhalten. Nach Beendigung der Diät droht zusätzlich der gefürchtete Jo-Jo-Effekt. Auch dem Trinken von destilliertem Wasser wird abgeraten, denn es ist gesundheitsschädlich bedingt dadurch, dass es den Körper entmineralisiert. Daher ist diese Diät als Dauerkost nicht geeignet und es ist von ihr abzuraten.


Quellen

  • Elmadfa, Ibrahim, und Claus Leitzmann. 2004. Ernährung des Menschen. 4. Aufl. Stuttgart: Eugen Ulmer GmbH & Co.
  • Hark, Lisa, und Darwin Deen. 2005. Gesunde Ernährung. Starnberg: Dorling Kindersley Verlag GmbH.
  • O. A. Fit-for-Life-Diät - 50 Diäten im Test - Richtig abnehmen - Ernährung - Gesundheit - FOCUS Online. Zur Quelle.

Redaktion: Diplom-Oecotrophologin Susanne Tkatchenko
Datum: 07.01.2009