Zonendiät oder Searsdiät

Die Zonendiät wurde im Jahr 1995 von dem Amerikaner Dr. Barry Sears entwickelt. Diese Form von Diät konzentriert sich darauf, dass sogenannte "Optimum" oder das ideale Gleichgewicht zu erreichen und auf Dauer zu halten, im englischen "the zone" genannt.

Laut Sears löst jede Nährstoffaufnahme  eine Hormonantwort (Insulin, Eicosanoide, Glukagon) im Körper aus, welche wiederum entzündliche (inflammatorische) Prozesse im Körper auslösen können.

Daher ist das primäre Ziel dieser Ernährungsform, durch eine bestimmte Nährstoffzusammensetzung der Nahrungsmittel diese entzündlichen Prozesse im Organismus zu reduzieren. Außerdem soll der Blutzucker- und Insulinspiegel des Körpers stabilisiert werden und durch eine gewichtsreduzierende Ernährung sollen Erkrankungen wie beispielsweise Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen sowie Autoimmunerkrankungen vorgebeugt werden.  

Ernähren wir uns falsch, z.B. mit zu viel verarbeiteten Kohlenhydraten, zu viel der falschen Fette (wie zu viel pflanzlichen Ölen) und zu wenig Omega-3-Fettsäuren, sind die entzündlichen Prozesse im Körper erhöht.

Wie funktioniert die Zonendiät

Bei der Zonendiät handelt es sich um eine Kalorien- und kohlenhydratarme Ernährung. Die tägliche Nahrungsaufnahme sollte aus drei Haupt- und zwei Zwischenmahlzeiten bestehen. Desweiteren sollte der Abstand zwischen den einzelnen Mahlzeiten maximal fünf Stunden betragen.

Die tägliche Nahrung sollte zu 40 Prozent aus komplexen Kohlenhydraten, zu 30 Prozent aus Fett sowie zu 30 Prozent aus Proteinen bestehen, um den Insulinspiegel auf einem stabilen Bereich ("Zone") zu halten. Deswegen wird dieses Ernährungsprogramm auch als "40-30-30-Ernährung" bezeichnet.

Im Vergleich dazu sollten laut der Referenzwerte der Nährstoffzufuhr, herausgegeben durch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung", die Kohlenhydratzufuhr (Richtwert, gemessen an der Energiezufuhr) mehr als 50 Prozent ausmachen. Der Richtwert für die tägliche Fettaufnahme liegt bei ca. 30% der Nahrungsenergie und die empfohlene Zufuhr an Proteinen liegt bei einer ausgewogenen Mischkost zwischen 8 bis 10 Prozent (0,8 g/kg/Tag) der Energiezufuhr eines Erwachsenen.

Die Zonendiät empfiehlt vorwiegend Nahrungsmittel mit "positiven Eigenschaften" zu konsumieren, d.h. Lebensmittel, welche Kohlenhydrate mit einem niedrigen glykämischen Index (Vollkornprodukte, diverse Obst- und Gemüsesorten), Fette mit einfach oder mehrfach ungesättigten Fettsäuren (Fischöl, Olivenöl, Mandeln) sowie Proteine aus fettarmen Nahrungsquellen enthalten.

Gänzlich gemieden werden sollen Lebensmittel mit einem hohen Stärkeanteil, wie z.B. Kartoffeln, Nudeln und Bananen, sowie solche mit vorwiegend gesättigten Fettsäuren, wie beispielsweise fettes Fleisch, Butter und Sahne. Nach Sears sollte zur Vereinfachung der Teller in drei Zonen unterteilt werden: zwei Drittel können beliebig mit Obst und Gemüse gefüllt werden und ein Drittel mit einer fettarmen Proteinquelle, wie z.B. einem mageren Stück Fleisch. Mit diesem Ernährungsprogramm sollte ein wöchentlicher Gewichtsverlust von bis zu 500-1500 Gramm erreicht werden können.

Vorteile

Nach genauer Befolgung des Diätplanes kann sich eine Gewichtsreduktion einstellen.

Nachteile

Für eine ausgewogene, gesunde Ernährung enthält diese Diät zu wenige Kohlenhydrate und Ballaststoffe. Die Aufnahme von zu wenigen Kohlenhydraten kann sich langfristig in Müdigkeit, Gereiztheit und innerer Unruhe auswirken. Bei Sportlern ist eine Leistungsschwäche nicht auszuschließen.

Bedingt durch die zu geringe Ballaststoffaufnahme besteht außerdem Verstopfungsgefahr. Da die vorgeschriebene Kost zu viele Proteine enthält, ist sie für Personen mit Nierenleiden ungesund und daher nicht empfehlenswert.

Darüberhinaus ist die Diät insofern kompliziert, da für jede Mahlzeit der Nährstoffbedarf nach vorgegebenen Nährstofftabellen,  individuell berechnet werden muss und daher sehr zeitintensiv ist.


Quellen

  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). 2000. Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. 1. Aufl. Umschau Braus Verlag.
  • O. A. Egal ob Atkins- oder Ornish-Diät, die Fettpolster schrumpfen nur wenig. Zur Quelle.
  • O. A.  Zone-Diät. Zur Quelle.
  • O. A. Die Zone-Diät von Dr. Barry Sears. Zur Quelle.

Redaktion: Diplom-Oecotrophologin Susanne Tkatchenko
Datum: 04.11.2008