Blumenkohl (Brassica oleracea var. botrytis)

Blumenkohl (Brassica oleracea var. botrytis) wird auch Karfiol, Käsekohl, Blütenkohl, Traubenkohl oder Italienischer Kohl genannt.

Blumenkohl

Ursprünglich kommt der Blumenkohl aus China. Im 6. Jahrhundert breitete er sich bis in den Orient aus. Im 16. Jahrhundert brachten Kreuzfahrer Blumenkohlsamen schließlich nach Nordeuropa.

Jeder Deutsche verzehrt Pro Kopf rund 7 Kilogramm Blumenkohl pro Jahr. Damit liegt der Blumenkohl auf Rang 4 der beliebtesten Gemüsesorten. Blumenkohl gibt es in vielen Formen und Farben. Weltweit am meisten verbreitet ist grüner Blumenkohl, z.B. der Romanescu, er ist grün und bildet Türmchen, deshalb wird er auch Türmchen- oder Minarett-Blumenkohl genannt. Außerdem gibt es violetten Blumenkohl, den puprple cape, der allerdings beim Kochen wieder grün wird.

Für den Anbau des Blumenkohls sind keine Anbauschwerpunkte auszumachen. Er wird in allen Gemüseanbaugebieten produziert, wobei mehr als ein Drittel der Anbaufläche in Nordrhein-Westfalen liegt. Geerntet wird der Blumenkohl von Mai bis Dezember.

Winterblumenkohl wird im Herbst gepflanzt und im März geerntet. Der Erntezeitpunkt muss allerdings genau abgepasst werden, um den Austritt kleiner Auswüchse zu vermeiden und einen lockeren und grießigen Kohlkopf zu erhalten. Es werden nur Kohlköpfe geerntet, welche fest und geschlossen sind sowie eine weiße Farbe aufweisen. Denn durch eine Überreife kann es zu dunklen Verfärbungen kommen. Um das zu vermeiden, werden einige der inneren Hüllblätter über dem Kohlkopf eingeknickt und zusammengebunden oder ein Deckblatt wird abgebrochen und über den Blumenkohl gelegt. So wird das Sonnenlicht abgehalten, dass für die gelblichen, braunen oder violetten Verfärbungen des Blumenkohls verantwortlich ist.
Sobald der Blumenkohl geerntet ist, sollte er möglichst bald frisch zubereitet und verzehrt werden. Blumenkohl hält sich maximal eine Woche im Gemüsefach des Kühlschranks.

Beim Einkauf sollte man auf kleine, unscheinbare schwarze Pünktchen auf dem Blumenkohl achten. Dabei handelt sich um erste Anzeichen von Alternaria, eine Krankheit, die sich schnell ausbreitet und den Blumenkohl innerhalb kurzer Zeit ungenießbar macht. Auch der Blumenkohl kann durch eine starke Anreicherung von Ethylen in der Umgebung geschädigt werden. Ethylen ist ein natürliches Reifegas und wird vor allem von Äpfeln und Tomaten ausgeströmt. Daher sollte man Blumenkohl nicht in der unmittelbaren Nähe zu den genannten Produkten lagern. Typische Ethlyenschäden sind Altersvergilbung, erhöhte Fleckigkeit und Welke.

Blumenkohl sollte vor der Zubereitung gründlich gewaschen, von den Blättern befreit, den Strunk gekürzt und anschließend als ganzer Kopf oder in kleine Röschen zerteilt im Salzwasser gekocht werden. Beim Kochen immer auch etwas Zitronensaft ins Wasser geben. Dadurch bleibt der Kopf weiß. Kocht man den Blumenkohl im Ganzen braucht er etwa zwanzig Minuten, zerteilt in Röschen etwa zehn bis fünfzehn Minuten. Blumenkohl sollte allerdings nicht zu lange kochen. Durch den im Blumenkohl enthaltenen Schwefelwasserstoff riecht zu lange gekochter Blumenkohl unangenehm nach faulen Eiern.

Klassischerweise wird der Blumenkohl mit zerlassener Butter, Sauce Hollandaise oder Béchamelsoße serviert. Er ist ideal als Beilage zu Fleischgerichten oder auch als Auflauf mit Käse überbacken ein beliebtes Gemüse. Die polnische und hier zulande ebenfalls sehr beliebte Zubereitungsart ist das Übergießen des Blumenkohls mit in Butter geröstetem Paniermehl.

Durch seinen hohen Wasseranteil von etwa 90% ist Blumenkohl ist von Natur aus sehr kalorienarm. Er liefert nur 22 kcal pro 100g. Der Blumenkohl liefert neben seinem hohen Gehalt an Vitamin C und Folsäure ebenfalls das B-Vitamin Pantothensäure und Kalium.