Champignons

Der Champignon (Agaricus), auch als Egerling oder Angerling bekannt, ist ein schmackhafter Pilz, der sich leicht verarbeiten und gut für viele Mahlzeiten verwenden lässt. Eingereiht wird der Champignon in der Ordnung der Blätterpilze, in die Klasse der Ständerpilze und die Abteilung der Basidienpilze.

Champignons

Aufbau & Beschaffenheit des Pilzes

In Mitteleuropa unterscheidet man etwa 40 natürlich vorkommende Champignonarten, wovon die meisten essbar und auch sehr aromatisch sind. Doch nicht nur in Wald und Wiesen ist der Champignon zu finden. Auch Plantagen und Gewächshäuser wurden zur speziellen Zucht angelegt. Auf diese Weise ist es möglich, die Anfrage des Marktes nach Champginons das ganze Jahr zu decken. Unterschieden werden die Pilze anhand ihrer Hutfarbe. Je dunkler die Farbe des Pilzes, desto köstlicher ist sein Aroma. Je nach Reifegrad und Sorte sind die Lamellen farblich ausgeprägt. Hier erstreckt sich die Farbpalette von weißlich über rosig bis dunkelbraun. Im frischem Zustand ist das Fleisch der Champignons hell gefärbt, an der Luft jedoch verfärbt es sich schließlich ins rot-braune. Der Pilzstiel ist etwa 3-6 cm lang, klar beringt und etwa 1-2 cm dick. Die Oberfläche des Pilzes kann sowohl schuppig als auch glatt sein.

Übrigens: Champignons sind in Deutschland die begehrtesten und am häufigsten verzehrten Speisepilze.

Weisse Champignons

Inhaltsstoffe

Champignons haben besonders wenig Kalorien, denn sie bestehen in frischem Zustand etwa zu 90 Prozent aus Wasser. Hinter einer Portion von 100 g verstecken sich gerade einmal etwa 24 kcal. Zusätzlich enthalten sie noch wertvolles Eiweiß mit essentiellen Aminosäuren, sowie die Vitamine K, D, E und B. Niacin, Kalium, Eisen sowie Zink sind ebenfalls wichtige Elemente, die den Champignon als Nahrungsmittel sehr wertvoll machen. Beim Genuss von Champignons sollte man darauf achten, sie wie andere Pilze auch, ausreichend gut zu kauen. Sie verbleiben später lange im Magen, ehe sie verdaut werden können. Ganz gleich welches Gericht zubereitet werden soll, die richtigen Champignons dazu gibt es frisch, aus der Dose oder getrocknet. Bei einer bewussten Ernährung sollte man darauf achten auf die frische Variante zurückzugreifen. Dies liegt sowohl geschmacklich als auch im Bezug auf vorhandene Nährstoffe weit vorn. Als Beigabe zu Suppen sind Trockenpilze die idealen Helfer. Die konservierten Pilze aus dem Glas gelten meist als Notfall-Variante: Sie schneiden sowohl geschmacklich als auch qualitativ lediglich mangelhaft ab. Wer dem Geschmack frischer Champignons am nächsten kommen will, aber leider keine frische Ware zur Verfügung hat, dem seien tiefgekühlte Produkte ans Herz gelegt.

Verarbeitung & Verwendung von Champignons in der Küche

Ob gekocht, gebraten, gedünstet, gegrillt oder blanchiert, ob zu Salat, Fleisch, Nudeln oder in Suppen – der Champignon ist in der Küche ein wahrer Alleskönner. Durch die gute Kombination mit anderen Zutaten ist es möglich den Pilz auf verschiedenste Weisen zuzubereiten und immer wieder neue Geschmackserlebnisse zu kreieren. Sogar roh kann man ihn zum Beispiel in Salaten genießen. Aus diesem Grund ist es nicht überraschend das der Champignon die Beliebtheitsskala der deutschen Pilzesser ganz klar anführt. Doch nicht nur im europäischen Raum, sondern auch in der fernöstlichen Küche nehmen Champignons neben den beliebten Shiitake ihren festen Platz ein. Für die Verarbeitung der Pilze sollte man beachten, diese immer schnellstmöglich weiterzuverwerten und dabei Teile des Stielendes zu entfernen, um eine Keimübertragung vorzubeugen. Beim Anbraten der Champignons ist darauf zu achten, dass dies bei hoher Hitze geschieht, um einen Flüssigkeitsverlust und zusammenschrumpfen zu verhindern. Auch bei der richtigen Würze ist es sinnvoll, auf den zarten Pilzgeschmack zu achten und ihn nicht mit allzu starken Aromen zuzudecken. Besonders gut passen zum Champignon zum Beispiel Pfeffer, Zwiebeln oder Zitronen.

Braune Champignons