Gurke (Cucumis sativus) - Salatgurke

Die Salatgurke ist ein Kürbisgewächs und daher verwandt mit der Wassermelone, der Zucchini und dem Kürbis. Da sie teilweise eine  schlangenartigen Form aufweist wird sie auch als Schlangengurke bezeichnet.

Gurke

Die Herkunft der Salatgurke ist nicht mehr ganz nachzuvollziehen. Zum einen soll die Salatgurke bereits vor 4000 Jahren an den Südhängen des Himalayas angebaut worden sein. Zum anderen stamme die Gurke aus Zentralafrika  und soll über Ägypten schließlich nach Europa gelangt sein. Die alten Römer bezeichneten sie auch als "Wasserflasche des Gemüsegartens" .Mit einem Wasseranteil von 97 Prozent kann sie sogar als  Durstlöscher dienen.

Beim Anbau werden rein weiblich blühende Sorten ausgewählt, da nur so samenlose Früchte entstehen. Ursprünglich enthielt die Gurke Bitterstoffe. Diese wurden aber durch Züchtung weitestgehend entfernt.

Salatgurken (Schlangengurken)

Die Salatgurke ist in ihrer Verarbeitung sehr unkompliziert und daher vielfach in der Küche einsetzbar. Sie wird vorwiegend frisch als Salat verzehrt. Man kann sie aber auch als Beilage oder Suppe genießen. Die Salatgurken stammen überwiegend aus dem Treibhaus, wodurch sie das ganze Jahr über angeboten werden können. Allerdings ist diese Art der Erzeugung ist mit einem hohen Kostenaufwand (Energiekosten) verbunden.

Ein Großteil der bei uns erhältlichen Gurken stammt aus den Niederlanden, aber auch Griechenland und Spanien importieren das Fruchtgemüse nach Deutschland. Ab Anfang Mai werden dann auch Gurken aus dem heimischen Anbau angeboten.

Einlegegurken und Schälgurken

Einlege- und Schälgurken sind kleiner als Salatgurken. Sie werden überwiegend im Freiland angebaut. Aus ihnen entsteht die ebenfalls sehr beliebte Gewürzgurke und die Cornichons (kleinste Gewürzgurken). Dazu werden unreife Gurken mit einem kochenden und gewürzten Essig-Kräuter-Sud übergossen, wodurch sie pasteurisiert und somit haltbar gemacht werden.
Ausgereifte Schälgurken können ebenfalls roh gegessen werden, werden aber auch zu Senfgurken weiterverarbeitet.
Passende Gewürze zu frischen Gurken sind Dill und Estragon. Schälen muss man die Gurke nicht. Es ist ausreichend sie gründlich zu waschen.

Beim Einkauf sollte man darauf achten, dass die Gurke eine glatte, straffe Schale hat und insgesamt fest ist. Die Farbe der Gurke sollte ein kräftiges grün aufweisen. Ist die Gurke gelb, ist sie entweder zu reif oder nicht mehr frisch. Wenn sich die Gurke leicht biegen lässt, zunächst am Hals, später auch in der Mitte, ist sie welk.
Die Gurke hält sich im Gemüsefach des Kühlschranks zwischen 7 und 12°C etwa eine Woche und länger. Wird sie zu kalt gelagert, zeigen sich erst eingesunkene, später wässrige Faulstellen.

Ein weiterer Tipp zur Lagerung: Gurken reagieren sehr empfindlich auf das Reifegas Ethylen. Die typischen Schäden sind dabei eine vorzeitige Vergilbung und faule Stellen an der Spitze der Gurke. Ethlyen wird vor allem von Äpfeln und Tomaten verströmt. Aus diesem Grund sollte man Gurken nicht in direkter Nähe zu den genannten Produkten lagern.

Da Gurken zu 98 Prozent aus Wasser bestehen, sind sie sehr energiearm (12 kcal/100g) und leisten einen guten Beitrag zur Regulierung des Flüssigkeitshaushaltes. Darüber hinaus wirkt die Gurke harntreibend.  Außerdem liefert das grüne Gemüse wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente. Daher  sind Gurken ein ideales Gemüse für eine gesunde Ernährung.

Zwei Gurken, freigestellt