Paprika (Capsicum annuum L.)

Der Paprika Capsicum annuum L. (Fam.: Solanaceae) gehört zu den Nachtschattengewächsen und ist ein einjähriges krautiges Gewächs. Paprika stammt aus Mittel- und Südamerika und wird heute v. a. in Süd- und Südosteuropa angebaut. In Europa ist vor allem der runde Gemüsepaprika bekannt, welcher etwa eine Größe von 6 bis 15 cm Länge und einen Durchmesser von etwa 5 bis 11cm Durchmesser erreicht. In Nordamerika ist dagegen der Süßpaprika beliebt, welcher eine leicht quadratische Form und vier statt drei Fruchtkammern besitzt.

Paprika in grün, rot und gelb

Die schotenförmigen oder kegeligen Beeren werden je nach Art als Gemüse (Gemüsepaprika) oder Gewürz (Gewürzpaprika) verwendet. Von der Paprika gibt es  zahlreiche verschiedene Arten, die sich in Größe, Form, Farbe und Schärfe stark unterscheiden. Der rote Paprika besitzt wenig Fruchtfleisch, ist innen hohl, durch Scheidewände in Segmente unterteilt und besitzt im Inneren kleine hellgelbe Samen. Die Samen und Adern enthalten je nach Art unterschiedliche Mengen des schärfegebenden Capsaicins. Die meisten Paprika (Gemüsepaprika) sind aufgrund eines geringeren Gehaltes an Capsaicin jedoch nicht so scharf wie die Gewürzpaprika.

Grüne Paprika

Paprika sind in zahlreichen Farben erhältlich. Es gibt sie von grün über gelb bis rot. Die grünen Gemüsepaprika werden unreif geerntet. Grüne Paprika sind besonders frisch und knackig und besitzen einen leichten Bittergeschmack. Lässt man den Paprika weiter am Strauch reifen, nehmen die Schoten zunächst eine gelbe und schließlich eine rote Farbe an. Mit der Reifung werden die Paprika aromatischer und auch süßlicher.

Gelbe Paprika

Gemüsepaprika wird das ganze Jahr angeboten. Die Hauptsison liegt im Sommer. Paprika sollte beim Kauf fest, glänzend, dickfleischig und gut geformt sein. Paprika mit mattem Aussehen, dünnen Wänden sowie wässerigen Stellen sollten nicht gekauft werden.

Aufbewahrt werden kann der Paprika für einige Tage im Kühlschrank. Optimal ist eine Aufbewahrung in einem perforierten Kunststoffbeutel. Der Vitamingehalt leidet während der Lagerung aber merklich.
 
Paprika, ob grün oder rot, ist ein wichtiger Lieferant für Vitamin C, denn er enthält mehr Vitamin C als jedes andere Gemüse und liefert dabei nur wenige Kalorien (grün: nur 19 kcal pro 100 g und rot: 33 kcal pro 100 g). Weiterhin verfügen beide Sorten über einen hohen Gehalt an Folsäure. Grüne Paprikaschoten enthalten außerdem ß-Carotin, Vitamin A und Vitamin E, die roten Verwandten sind eine gute Vitamin B6-Quelle. Die Farbstoffe des Paprika zählen zu den Carotinoiden und den Flavonoiden.

Gemüsepaprika wird nach der Entfernung des Stiels und des Kerngehäuses in Streifen geschnitten oder gewürfelt.

Für gefüllten Paprika schneidet man den Stielansatz heraus und höhlt die Schote dann sorgfältig aus. Dabei sollten alle Kerne und die weißlichen Häutchen entfernt werden. Nach dem Füllen kann der Stielansatz als Deckel wieder aufgesetzt werden. Die Garzeit von gefülltem Paprika kann reduziert werden, indem diese vor dem Füllen kurz blanchiert werden.

Zum Schälen röstet man die Schoten für etwa 10 min im Backofen, bis die Haut Blasen wirft. Danach packt man die Schoten in ein feuchtes Tuch und dieses bis zum Auskühlen wiederum in einen Gefrierbeutel. Anschließend kann die Haut mit einem Messer abgezogen werden.

Gemüsepaprika ist roh geeignet als Dip-Gemüse und für die Verwendung in Salaten. Gegart ist er häufig in Suppen, Eintöpfen, Reis sowie auf Pizza und an Spiessen zu finden. Er ist unverzichtbar in Gerichten wie Gazpacho, Piperade und Ratatouille.

Rote Paprika