Rote Bete

Die Kulturpflanze Rote Bete ("Beta vulgaris") ist eine Art, die zur botanischen Gattung Rüben (lateinisch "Beta") der Familie Fuchsschwanzgewächse ("Amaranthaceae") gehört. Die Bezeichnung Bete ist die Übersetzung vom lateinischen "Beta". Außerdem werden dafür in den deutschsprachigen Ländern mehrere Synonyme verwendet, wie: Beete (in Norddeutschland), Rande (in der Schweiz), Rana, Rauna und Rohne (in Bayern und in Österreich). Die nächsten Verwandten der Roten Rübe sind die Zuckerrübe und der Mangold, die zur selben Familie und Gattung gehören.

Rote Bete

Herkunft der Roten Bete

Als ursprüngliche Heimat der Roten Bete gilt Nordafrika, erreicht hat sie erst die Mittelmeerländer. Nach Mitteleuropa haben sie dann die Römer gebracht.

Wann ist Saison?

Geerntet wurde die Rote Bete ursprünglich ab Oktober bis zum ersten Frost, galt daher als reines Wintergemüse. Dank der modernen Lagerungsmöglichkeiten hat sie heute sie so gut wie ganzjährig Saison.

Beschaffenheit der Bete

Die Rote Bete ist eine zweijährige Pflanze der botanischen Ordnung Nelkenartige ("Caryophyllales"). Die essbare Frucht der Pflanze ist ihre Knolle (die Rübe), die bereits im ersten Jahr gebildet wird und zwar unterhalb ihrer Keimblätter. Zur Erntezeit ragt der größte Teil der Knolle aus der Erde. Die Rote Bete hat eine fast kugelrunde, am unteren Ende gespitzte oder aber auch birnenähnliche Form. Die Knolle erreicht eine Größe von bis ca. 10 cm Durchmesser und ein Gewicht von bis ca. 500 Gramm. Die Farbe ihrer Schale ist schwarzgrau, das Fruchtfleisch meist dunkelrot, sehr saftig und aromatisch. Die Farbe des Fruchtfleisches der Roten Bete variiert je nachdem, wie viel Betanin es enthält: Die tiefrote Farbe ist auf einem sehr hohen Anteil an Betanin zurückzuführen. Heute gibt es sogar hell rosafarbene, gelbe und sogar weiße "Rote" Bete, sowie mit zylinderförmigen oder flachen Knollen.

Inhaltsstoffe

Die Rote Bete ist ein gut schmeckendes aromatisches Gemüse, zudem sehr nahrhaft, reich an Mineralstoffen und Vitaminen und daher sehr gesund. Zu den Vitaminen, die sie enthält, gehören Provitamin A, Vitamine der B Gruppe (wie B12 bzw. Cobalamin und B9 bzw. Folsäure) und Vitamin C. Ferner ist sie reich an Calcium, Eisen, Eiweiß, Jod, Kalium, Magnesium, Natrium und Phosphor. Vielen ihrer Inhaltsstoffen verdankt die Rote Bete ihre seit Jahrhunderten dem Menschen bekannten Heilwirkung. Erkannt haben es bereits die alten Chinesen, die Griechen und die Römer, belegt hat sie seinerzeit auch Hippokrates. Bereits vor Christus hat ein griechischer Arzt (Dioskorides) in Essig eingelegte Rote Bete als Mittel gegen Infektionskrankheiten und Hautentzündungen verwendet, verordnet hat sie dann ebenfalls Paracelsus: Bei Blutkrankheiten sowie zum Steigern der Abwehrkräfte. Auch heute wird die Rote Bete zur Vorbeugung von Erkältungen und Grippe, zur Unterstützung der Blutbildung und zur Stärkung des Immunsystems empfohlen.

Rote Bete in der Küche

Heute findet die beliebte Rote Bete eine vielfältige Verwendung als Nahrungsmittel. In der Küche kommt sie entweder fertig zum Verzehr, wie sauer eingelegt im Glas, vorgegart, geschält und vakuumverpackt oder als Rote Bete Saft in der Flasche, aber auch vom Markt, im rohen Zustand als Knolle oder sogar als Bund samt Stängeln und auch Blättern. Die frische Rote Bete kann in größeren Mengen gekauft und lange aufbewahrt werden. Richtig gelagert kann sie, genauso wie die Kartoffeln, die Wintermonate überstehen, dagegen kann falsch gelagerte Rote Bete ungenießbar, durch Bildung von Nitriten, sogar giftig werden. Empfohlen wird eine Aufbewahrung (ohne die Blätter zu entfernen) auf Stroh in einem zugedeckten Behälter, in einem kühlen trockenen Raum. Als moderne Variante zur Lagerung kommt das Einfrieren in Frage, wozu die Knollen zuerst im Salzwasser gekocht werden muss.

Ob roh oder gegart, eignet sich die Rote Bete für sehr viele unterschiedliche Zubereitungsarten und Rezepte. Aus frischen Roten Beten kann ein gesunder Rohkostsalat samt Blätter zubereitet werden. In Deutschland ist sie als Beilage zum Wild oder im Heringssalat, gekocht ist sie im russischen Borschtsch, sowie in der polnischen Rote Bete Suppe zu genießen. Sterneköche lassen ihrer Phantasie freien Lauf und veredeln ihre Salate und Gerichte mit Rote Bete durch erlesenen Gewürzen (wie Anis oder Fenchel), oder durch exotischen Früchten (wie Johannisbeeren oder Orangen), sowie durch Balsamicoessig oder Rotwein.

Rote Bete im Ganzen