Schwarzwurzel

Die Schwarzwurzel besitzt viele andere Beinamen. So nennt man sie zum Beispiel Winterspargel oder auch Skorzoner Wurzel. Viele kennen auch die Bezeichnung "Spargel des kleinen Mannes" oder "Spargel für arme Leute“. Ihr botanischer Name lautet Scorzonera hispanica. Sie zählt zum wertvollsten Wintergemüse, weil sie sehr viel Schutz- und Heilstoffe besitzt. Bei der Schwarzwurzel handelt es sich um ein Wurzelgemüse, dass zur Familie der Korbblütler gehört.

Herkunft der Schwarzwurzel

Ihren Ursprung hat die Schwarzwurzel in Südeuropa, vor allem in Spanien. Bis zum 16. Jahrhundert galt sie nur als Heilpflanze und war nicht für die Küche bestimmt. Seit dem 17. Jahrhundert gelangte sie nach Mitteleuropa und wird seitdem auch als Gemüse genutzt.

Beschaffenheit der Wurzel

Die Schwarzwurzel erkennt man sofort an den länglichen schwarzen Wurzeln. Die Höhe der Pflanze kann zwischen 60 bis 125 Zentimetern variieren. Die Wurzel hat einen ungefähren Durchmesser von vier Zentimetern und eine Länge von 30 bis 50 Zentimeter.

Die Schale ist braun bis schwarz, etwas hart (ähnlich einer Rinde) und enthält weißen Milchsaft. Diesem spricht man eine heilende Wirkung zu. Hinter der Schale verbirgt sich das helle Wurzelfleisch, welches weiß, fleischig und weich ist.

Der Geschmack der Schwarzwurzel überzeugt durch das milde und würzige Aroma. In dem Gemüse sind zudem kaum Fasern vorhanden.

Inhaltsstoffe

Die Schwarzwurzel gehört zu den Gemüsesorten mit dem höchsten Gesamtnährwert und das, obwohl das Gemüse zu 78 Prozent aus Wasser besteht. Sie ist sehr kalorienarm und eine ausgezeichnete und außerdem wohlschmeckende Wahl für einen gesunden Speiseplan.

Inhaltsstoffe:

  • Mangan (unterstützt die Entgiftung im Körper)
  • Kupfer und Eisen (fördern die Blutbildung)
  • Ballast- und Bitterstoffe
  • Folsäure
  • Spurenelemente
  • Vitamine E, C und B1
  • Mineralstoffe wie Phosphor, Magnesium und Kalium (wichtig für  Nährstofftransport und Verdauung)

Übrigens: Durch den Gehalt des Kohlenhydrat Inulin sind Schwarzwurzeln besonders für Diabetiker geeignet

Anbau und Vorkommen

In Deutschland wird das Gemüse  hauptsächlich in Bayern angebaut. Um den Bedarf zu decken, werden Schwarzwurzeln zusätzlich vor allem aus Belgien, Frankreich und den Niederlanden importiert.

Bei der Schwarzwurzel handelt es sich um eine frostharte und mehrjährige Pflanze. Da sie ein Wintergemüse ist, wird sie von Oktober bis zum März geerntet. Beim Ernten muss darauf geachtet werden, dass die Schwarzwurzeln nicht brüchig sind. Ansonsten verkürzt sich die Haltbarkeit und die Wurzeln trocknen leichter aus.

Die Schwarzwurzel in der Küche

Die Zubereitung der Schwarzwurzel, insbesondere die Vorbereitung, ist meist sehr mühsam und nimmt etwas mehr Zeit in Anspruch, aber die frische Schwarzwurzel ist reich an Nährstoffen und überzeugt im Geschmack. Dadurch wird die Mühe belohnt.

Das Grundsäubern sollte unter fließendem Wasser erfolgen. Danach die Schwarzwurzeln mit einer Bürste reinigen. Anschließend können sie mit einem Messer oder Spargelschäler geschält werden. Vor der weiteren Zubereitung wird das Gemüse in mundgerechte Stücke geschnitten.

Die Schwarzwurzel wird dann gekocht und nach etwa 20 Minuten gar. Damit sie beim Kochen die helle Farbe beibehält, sollten beim Kochen etwas Essig und Mehl zugefügt werden. Die weitere Verwendung der Schwarzwurzel ist sehr vielfältig. Sie kann beispielsweise geschmort oder gebraten werden. In Salaten kann sie natürlich auch roh verzehrt werden. Ebenfalls eignet sie sich hervorragend als Beilage oder für Suppen und Eintöpfe.

Küchentipps:

  • Beim Säubern der Schwarzwurzel ist es ratsam eine Schürze und Gummihandschuhe zu tragen. Der Saft ist schwer zu entfernen und hinterlässt unansehnliche Flecken, die nur schwer zu entfernen sind.
  • Wenn die Schwarzwurzeln nach dem Putzen nicht gleich verarbeitet werden, sollten diese in Zitronen- oder Essigwasser eingelegt werden. Somit verhindert man das Verfärben des Gemüses und es behält die helle Farbe bei.
  • Die Wurzeln sollten möglichst frisch zubereitet werden. Für einige Tage kann das Gemüse jedoch im Kühlschrank aufbewahrt werden.