Zucchini (Cucurbita pepo ssp. pepo convar. giromontiina)

Die Zucchini (Cucurbita pepo ssp. pepo convar. giromontiina) ist eine Unterart des Gartenkürbisses und gehört zur Pflanzengattung der Kürbisse. Zucchini besitzen sowohl die männlichen als auch die weiblichen Blüten an einer Pflanze. Botanisch ausgedrückt  heißt das, dass Zucchini einhäusig sind. Zur Fruchtbildung ist daher keine weitere Zucchinipflanze in der Nähe von Nöten.

Zucchini

Die ersten Kürbissorten wurden schon seit etwa 7.000 v. Chr. kultiviert. Nach der Entdeckung Amerikas gelangte der Kürbis nach Europa. Dort traten Ende des 17. Jahrhunderts die Ursprungsformen auf. Zunächst wurde die Zucchini in Italien vermarktet. In den letzten Jahrzehnten hat die Zucchini auch in Mitteleuropa eine große Bedeutung erlangt und hat sich zu einem sehr beliebten Gemüse entwickelt.

Die Zucchini hat ein gurkenähnliches Aussehen, jedoch besitzt sie im Gegensatz zu der Gurke viele Kanten. Die Früchte gibt es in vielen verschiedenen Farben; sie sind in gelb, dunkelgrün oder hellgrün erhältlich. Einige Sorten sind auch mal gestreift oder gesprenkelt. Das Fruchtfleisch ist in der Regel weiß, fest und enthält viele Kerne. Geerntet werden die Zucchini mit einer Länge von etwa fünfzehn bis zwanzig Zentimetern, dann sie am schmackhaftesten. Würde man die Früchte weiter wachsen lassen, können sie die Größe eines Kürbisses erreichen.

Die Zucchinipflanzen sind relativ anspruchslos und wachsen auch in Deutschland bei milden Klima. Ausgesät werden die Pflanzen von Mitte April bis Ende Mai. Da jede Pflanze ca. anderthalb bis zwei Quadratmeter Platz benötigt, muss bei der Aussaat auf ausreichend Abstand geachtet werden. Der Boden sollte dabei humusreich und ausreichend feucht sein. Geerntet werden die Zucchini dann von Juni bis Oktober.
Zucchini sollten nicht unter 8°C gelagert werden. So halten sie sich etwa 12 Tage. Auch Zucchini reagieren empfindlich auf das Reifegas Ethlyen, welches hauptsächlich von Tomaten und Äpfeln ausgeströmt wird. Daher sollte man die Zucchini nicht in unmittelbarer Nähe der genannten Produkte lagern, da sie sonst zu schnell reifen und letztlich verderben.

Für die Zucchini besteht eine EG-Vermarktungsnorm. Diese Norm bestimmt eine Reihe von Güteeigenschaften, die Zucchini aufweisen müssen.  In den Mindesteigenschaften sind Kriterien definiert, die in allen Handelsklassen erfüllt werden sollen. Dazu zählt zum Beispiel, dass die Früchte fest, frei von Hohlstellen und Rissen sind sowie einen ausreichenden Entwicklungszustand aufweisen. Außerdem müssen Zucchini ganz und mit Stiel, sauber, von frischem Aussehen und praktisch frei von Schädlingen sein.

Zucchini werden in drei definierte Klassen eingeteilt. Die Früchte der "Klasse Extra" müssen von höchster Qualität sein. Dazu zählt z.B. eine gute Entwicklung und Form. Die Zucchini der Klasse Extra dürfen keine Mängel aufweisen, mit Ausnahme sehr leichter, oberflächlicher Mängel.

Zucchini der "Klasse I" sind ebenfalls von guter Qualität, dürfen aber leichter Form,- Farb- und Schalenfehler aufweisen.
Zu "Klasse II" gehören Zucchini, die nicht in die höheren Klassen eingestuft werden, aber dennoch den Mindesteigenschaften entsprechen. Auch sie dürfen Form,- Farb- und Schalenfehler aufweisen.

Zucchini enthalten viel Wasser (etwa 93%) und sind daher kalorienarm. 100g enthalten nur etwa 18 kcal. Sie liefern Mineralstoffe wie Kalium, Calcium und Phosphor sowie die Vitamine A und C.

Die Zucchini kann roh oder gekocht bzw. gebraten verzehrt werden. Ihre großen und gelben Blüten sind auch für den Verzehr geeignet. Sie gelten als Delikatesse.