Arsen As

Arsen ist ein chemisches Element mit dem Symbol As. Arsen gehört zu den Halbmetallen und ist in seiner elementaren Form grau, metallisch und ungiftig. Giftig sind Arsenverbindungen, die bereits im Altertum als so genanntes „Mordgift“ verwendet wurden. Allerdings wurde Arsen auch als Heilmittel eingesetzt und findet bis in die heutige Zeit Verwendung bei der Herstellung bestimmter Medikamente. Erst seit dem 19ten Jahrhundert wird die Bezeichnung Arsen verwendet. Die chemische Abkürzung As ist auf den schwedischen Chemiker Jöns Jakob Berzelius zurückzuführen.

Arsen kommt als Spurenelement fast überall in der Umwelt und auch in Lebewesen vor. Für viele Tiere ist Arsen essentiell, doch in wieweit es für den Menschen essentiell also lebensnotwendig ist, konnte bis heute noch nicht eindeutig geklärt werden. Arsen ist zwar im gesamten Organismus vorhanden, doch der größte Teil befindet sich in Muskeln und Knochen, Nieren und Lunge sowie in Haaren, Haut und Nägeln.

Arsen-Bedarf

Konkrete Richtwerte und Empfehlungen für den täglichen Arsenbedarf liegen nicht vor. Aufgrund von Tierstudien gehen Wissenschaftler davon aus, dass Menschen zwischen 12,5 µg (Mikrogramm) und 25 µg Arsen am Tage benötigen. Da fast alle Nahrungsmittel Spuren von Arsen enthalten, nimmt der Mensch durch seine tägliche Nahrungsaufnahme zwischen 12 µg und 50 µg Arsen auf. Dadurch wird der Tagesbedarf problemlos gedeckt. Der individuelle Arsenbedarf kann durch eine Haaranalyse ermittelt werden.

Wie wirkt Arsen?

Welche Aufgaben das Spurenelement Arsen im menschlichen Organismus übernimmt, ist noch nicht geklärt. Es wird vermutet, dass Arsen für den Stoffwechsel von Aminosäuren (organische Verbindungen) benötigt wird und Enzyme binden kann, die für die Sauerstoffverwertung erforderlich sind.

Arsen-Lieferanten

Arsen kommt in fast allen Lebensmitteln in unterschiedlicher Konzentration vor.

Meerestiere, Meeresalgen (Sushi), Muscheln und Garnelen enthalten besonders viel Arsen. Geringe Mengen des Spurenelementes sind in Getreideprodukten, Fleisch, Fisch, in stärkehaltigen Gemüsesorten und auch im Trinkwasser enthalten. Kultivierter Reis enthält relativ viel Arsen, das er aus dem Wasser aufnimmt und speichern kann.

Unterversorgung und Überversorgung

Ein Arsenmangel ist beim Menschen nicht bekannt, sondern konnte nur bei Tieren beobachtet werden. Bei ihnen führte eine Arsen-Unterversorgung zu Wachstumsstörungen und Veränderungen des Herzmuskels.

Eine kontinuierliche Arsenüberversorgung kann zu einer Arsenvergiftung führen. Hier wird zwischen einer akuten und einer chronischen Form unterschieden. Die akute Arsenvergiftung macht sich bereits nach kurzer Zeit durch Bauchschmerzen, Kreislaufstörungen, Übelkeit und Erbrechen bemerkbar. Es können Leberschäden und Nierenversagen hinzukommen. Die chronische Arsenvergiftung vollzieht sich schleichend und äußert sich durch Hautverfärbungen, Entzündungen der Gesichtshaut bis hin zu Hautkrebs, Ödeme und Haarausfall. Es können Anämie (Blutarmut), Muskelschwund und Lähmungserscheinungen verursacht werden.