Chrom, Cr

Chrom ist ein chemisches Element mit dem Symbol Cr. Als essentielles Spurenelement (Mikroelement) ist Chrom für den menschlichen Organismus unverzichtbar und muss über die Nahrung aufgenommen werden. In Lebensmitteln kommt nur nicht gesundheitsschädliches, dreiwertiges Chrom vor, das an verschiedenen, wichtigen Stoffwechselvorgängen beteiligt ist. In der Metallverarbeitenden Industrie und bei der Herstellung von Farben und Lacken wird sechswertiges Chrom verwendet. Dieses ist hochgiftig und kann verschiedene Erkrankungen auslösen.

Entdeckt wurde Chrom im Jahre 1761 von Johann Gottlob Lehmann, der es allerdings noch nicht als Chrom identifizierte. Erst dem französischen Chemiker Louis- Nicolas Vauquelin gelang es in den Jahren 1797/98, elementares Chrom zu gewinnen. Aufgrund der Farbenvielfalt der oxidierten Salze benannte er es nach dem griechischen Wort „Chroma“ (Farbe). Die gesundheitliche Bedeutung des Spurenelementes Chrom wurde jedoch erst im Jahre 1959 erkannt.

Chrom-Bedarf

Im menschlichen Organismus sind nur etwa 1,7 mg Chrom enthalten. Da Chrom in vielen Lebensmitteln vorkommt, kann der Bedarf durch eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung gedeckt werden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen eine Tageszufuhr von 30 bis 100µg Chrom. Kindern bis zum siebten Lebensjahr werden 20 bis 80 µg empfohlen (Mikrogramm). Ein höherer Chrom-Bedarf kann in der Schwangerschaft, bei regelmäßigen, sportlichen Aktivitäten, für ältere Menschen und aufgrund von bestimmten Erkrankungen erforderlich werden.

Chrom-Lieferanten

Gute Chrom-Lieferanten sind Schweinefleisch, Innereien, Geflügel und Muskelfleisch. Auch Bierhefe, Linsen und Käse, Eier, Nüsse, Rohrzucker und Pfeffer enthalten relativ viel Chrom. Weißmehl, raffinierter Zucker und auch Obst und Gemüse enthalten dagegen kaum essentielles Chrom.

Wie wirkt Chrom Cr

Chrom wird für den Kohlenhydrat-, Eiweiß- und Fettstoffwechsel benötigt. Es hält den Blutzucker- sowie den Cholesterinspiegel konstant, beeinflusst die Zellteilung und spielt auch als Bestandteil von Enzymen und Coenzymen eine wesentliche Rolle. Chrom ist für viele Funktionen im Organismus mitverantwortlich, die jedoch noch nicht vollständig ausgeklärt sind. So wird angenommen, dass Chrom auch zur Gesunderhaltung der Augenlinse und der Augenhornhaut beiträgt.

Unterversorgung und Überversorgung

Eine Unterversorgung mit Chrom kann auftreten wenn zuviel Zucker aufgenommen wird, die Ernährung zu fettreich ist oder grundsätzlich eine Fehlernährung vorliegt. Auch durch die Einnahme bestimmter Medikamente und durch Stress kann ein Chrommangel verursacht werden. Symptome eines Chrommangels sind Müdigkeit, Appetitlosigkeit, niedriger Blutdruck und Schwindelgefühl, Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen. Es wird vermutet, dass durch Chrommangel das Risiko steigt, an Arteriosklerose zu erkranken.

Eine Überversorgung ist durch die Ernährung nicht möglich, da dreiwertiges Chrom nur in äußerst geringen Mengen in der Nahrung vorkommt. Aber auch bei einer hohen Chromdosis kommt es zu keinen gesundheitlichen Einbußen. Allerdings kann eine Chrom- Überversorgung mit sechswertigem Chrom zu gesundheitlichen Problemen führen. Betroffen sind Personen, die beruflich mit sechswertigem Chrom in Berührung kommen. Symptome sind z.B. Nasenbluten, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, Asthma und Bronchitis.


Quellen und Weiterführendes

www.eufic.org: Chrom in Der Nahrung - Zur Quelle.

www.orthomedis.ch: CHROM – Regelung der Glukose-Toleranz - Zur Quelle.