Cobalt Co

Cobalt (auch Kobalt) gehört zu den Schwermetallen, ist ein chemisches Element und trägt die chemische Abkürzung Co. Das Spurenelement Cobalt ist in den meisten Böden und in vielen Mineralien zu finden. Für Tiere und Menschen ist Cobalt ein essentielles Spurenelement (Mikroelement), das dem Körper durch die Nahrung zugeführt werden muss. Dies geschieht über die Aufnahme von Vitamin B12 (Cobalamin), da Cobalt ein Bestandteil dieses Vitamins ist. Der menschliche Organismus enthält zwischen 1,0 und 1,5 Milligramm Cobalt.

Entdeckt wurde Cobalt im Jahre 1735 und zwar von dem schwedischen Chemiker Georg Brandt (1694-1768). Das Symbol Co wurde von Jöns Jakob Berzelius, ebenfalls ein schwedischer Chemiker, im Jahre 1814 eingeführt. Es wurde von dem lateinischen Wort „Cobaltum“ abgeleitet.

Cobalt-Bedarf

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt keine Empfehlungen für die tägliche Cobalt-Zufuhr heraus, da der Cobalt-Bedarf äußerst gering ist und, als Bestandteil von Vitamin B12, durch Nahrungsmittel gedeckt wird, die Vitamin B12 enthalten. Durch eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung kann der gesunde Mensch die erforderliche Cobaltmenge aufnehmen.

Wie wirkt Cobalt?

Cobalt übernimmt eine wichtige Rolle bei der Aktivierung verschiedener Enzyme. Als wesentlicher Bestandteil von Vitamin B12 ist es mit an der Bildung der roten Blutkörperchen beteiligt. Cobalt unterstützt die Aufnahme von Jod in der Schilddrüse und ist wichtig für die Nervenfunktionen.

Cobalt-Lieferanten

Cobalt ist in allen Lebensmitteln enthalten, in denen auch Vitamin B12 vorkommt. Sehr gute Cobalt-Lieferanten sind vor allem tierische Lebensmittel wie Fleisch und Fisch, Eier, Milch und Käse, Innereien und Hühnereigelb. Auch in Hefe, schwarzem Tee, Nüssen und Hülsenfrüchten kommt Cobalt vor. In den meisten pflanzlichen Lebensmitteln ist allerdings kaum Cobalt enthalten.

Unterversorgung und Überversorgung

Eine Unterversorgung kann durch Fehl- und Mangelernährung hervorgerufen werden. Wer sich veganisch ernährt und auf alle tierischen Produkte verzichtet, kann u. U. Cobaltmangel auslösen. Eine Erkrankung des Dünndarms und auch Störungen der Magenschleimhaut können Ursachen für eine unzureichende Vitamin B12-Aufnahme und somit auch Cobalt-Aufnahme sein. Hohe Eisenkonzentrationen im Darm vermindern ebenfalls eine Cobalt-Aufnahme. Die Folge davon sind Blutarmut (Anämie) und Veränderungen im Blutbild. Ein Cobalmangel kann das Nervensystem schädigen und zu Gedächtnisstörungen führen. Eine Unterversorgung macht sich recht spät bemerkbar, da Cobalt in geringen Mengen in Milz, Nieren und vor allem in der Leber gespeichert werden kann.

Eine Überversorgung durch die tägliche Nahrungsaufnahme und das Auftreten dementsprechender Symptome, ist nicht bekannt. Zu einer Überdosierung kommt es nur, wenn Menschen, bedingt durch ihre Arbeit, Kobaltverbindungen einatmen oder verschlucken. Dann können Magen-, Lungen- und Hauterkrankungen auftreten. Es kommt zu Herz-, Nieren- und Leberschädigungen und es können sich sogar bösartige Tumore entwickeln.