Kupfer Cu

Das chemische Element Kupfer mit dem symbolischen Zeichen Cu, ist ein weiches und formbares Edelmetall und gehört mit zu den ältesten Metallen, die von Menschen genutzt werden. Der lateinische Name für Kupfer lautet „Cuprum“ und wurde von „aes cyprium“ (Erz aus Zypern) abgeleitet. Er weist darauf hin, dass auf Zypern bereits im Altertum Kupfer gewonnen wurde. Kupfer wird vielseitig verwendet und ist in Haushaltsgegenständen, in Münzen und im Schmuck zu finden. Kupfer wird z.B. in der Bauindustrie und im Kunsthandwerk verwendet.

Kupfer ist für den menschlichen Organismus als essentielles Spurenelement unverzichtbar und muss ihm über die Nahrung täglich zugeführt werden. Kupfer ist für die Blutbildung, für das Herz-Kreislaufsystem und das Nervensystem von wesentlicher Bedeutung. Der Körper enthält zwischen 70 und 150 mg Kupfer, das hauptsächlich im Skelett, in der Leber, den Muskeln und im Gehirn vorkommt. Überschüssiges Kupfer gelangt in die Galle, wird über die Gallenflüssigkeit in die Ausscheidungsorgane geleitet und hauptsächlich über den Stuhl ausgeschieden.

Kupfer-Bedarf

Der tägliche Kupferbedarf kann normalerweise durch eine ausgewogene und abwechslungsreiche Nahrungsaufnahme gedeckt werden. Allerdings können bestimmte Faktoren z.B. Alter und Lebensumstände, einen erhöhten Kupferbedarf erforderlich werden lassen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Jugendlichen und Erwachsenen, täglich zwischen 1,0 und 1,5 mg Kupfer aufzunehmen. Säuglinge, Kleinkinder und Schulkinder erhalten ihrem Alter entsprechend eine geringere Tageszufuhr an Kupfer.

Wie wirkt Kupfer?

Das Spurenelement Kupfer ist wichtig für das Wachstum der Knochen, für die Bildung von Kollagen und die Straffung des Bindegewebes. Es wird für die Haut- und Haar-Pigmentierung benötigt und ist unverzichtbar für die Eisenaufnahme. Kupfer ist an der Bildung der roten Blutkörperchen beteiligt und ist erforderlich für die Zellatmung. Außerdem ist Kupfer ein wichtiger Bestandteil vieler Enzyme.

Kupfer-Lieferanten

Sehr gute Kupferlieferanten sind Getreide und Gemüse, Nüsse, Kakao und Schokolade. In Krebsen und Hummer, in Leber, Hülsenfrüchten und gelben sowie grünen Bohnen ist Kupfer enthalten. Auch Trockenfrüchte, Geflügel und Eigelb enthalten Kupfer. Geringe Mengen Kupfer sind in Gewürzen wie Basilikum, Majoran und Muskat zu finden. Kupfer steht in Wechselwirkung mit Vitamin C und Zink, was bedeutet, dass bei einer gleichzeitigen Aufnahme beider Substanzen, die Resorption von Kupfer vermindert wird.

Unterversorgung und Überversorgung

Eine minimale Unterversorgung führt, so weit bisher bekannt, zu keinen gesundheitlichen Problemen. Erst bei starkem Kupfermangel treten krankhafte Beschwerden auf. Eine Unterversorgung kann aufgrund von lang anhaltendem Durchfall, von Fehl- oder Mangelernährung und durch bestimmte Krankheiten hervorgerufen werden. Erste Anzeichen sind Schlafstörungen, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust. Es können Pigmentstörungen der Haut auftreten und es kann zu Bluthochdruck oder Blutarmut (Anämie) kommen. Auch das Immunsystem und die Funktionen des Nervensystems können gestört werden. Ein Kupfermangel führt bei Kindern zu Wachstumsverzögerungen und verursacht Skelettfehlbildungen. Es wird vermutet, dass Kupfermangel den Ausbruch der Alzheimer Erkrankung begünstigt.

Durch eine ausgewogene Ernährung ist eine Überversorgung kaum möglich. Allerdings kann die Einnahme von Kupferpräparaten einen Überschuss verursachen. Auch Krankheiten wie Nierensteine, Rheuma und Diabetes können zu einer Überversorgung führen. Rauchen begünstigt ebenfalls einen Kupferüberschuss. Auftretende Beschwerden sind Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, sowie Schmerzen im Bauch- und Darmbereich. Ein Zuviel an Kupfer fördert Gelenkentzündungen (Arthritis), Entzündungen im Verdauungssystem und kann sogar Depressionen und Nervenkrankheiten auslösen.