Molybdän Mo

Molybdän ist ein hartes, silbrig-weißes, verformbares Schwermetall, das mit vielen anderen Metallen legiert werden kann. Molybdän wird u. a. in der Nuklearmedizin und in der Röntgendiagnostik verwendet und ist Bestandteil vieler elektronischer Bauteile. Der Name wurde vom griechischen Begriff „mólybdos“ (Blei) abgeleitet, da Molybdän zu Anfang mit Blei verwechselt wurde. Der schwedische Chemiker Peter Jacob Hjelm war der erste, dem im Jahre 1781/82 die Entdeckung des Elements Molybdän (chemisches Symbol Mo) gelang.

Molybdän ist für den menschlichen Körper ein essentielles Spurenelement, das ihm mit der Nahrung zugeführt werden muss. Molybdän spielt im Körperstoffwechsel eine wichtige Rolle und ist ein Bestandteil vieler Enzyme. Etwa acht bis zehn Milligramm Molybdän befinden sich im Organismus und sind überwiegend in Nieren und Leber, im Skelett und in der Haut enthalten.

Molybdän-Bedarf

Der Molybdän-Bedarf ist unabhängig von Alter und Geschlecht. Durch eine ausgewogene Mischkost kann der erforderliche Tagesbedarf problemlos gedeckt werden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, Kinder von 1 bis unter 4 Jahren täglich mit 25 bis 50µg (Mikrogramm) Molybdän zu versorgen. Von 4 bis unter 7 Jahren benötigen Kinder 30 bis 75 µg Molybdän und ab 7 Jahren bis unter 10 Jahren wird zu 40 bis 80 µg Molybdän geraten. Alle Personen ab dem 10ten Lebensjahr sollten zwischen 50 µg und 100 µg Molybdän täglich zu sich nehmen.

Wie wirkt Molybdän?

Molybdän ist Bestandteil vieler Enzyme, die zur Entgiftung und Entsäuerung des Körpers beitragen. Molybdän ist an der Herstellung der Erbsubstanz beteiligt, wird für die Harnsäureproduktion benötigt und hilft bei der Energiegewinnung. Das Spurenelement ist wichtig für die Regulierung des Kupferhaushaltes, unterstützt die Einlagerung von Fluor in den Zahnschmelz und beugt dem Bakterienwachstum vor. Auch stärkt es das Immunsystem und wirkt präventiv gegen Allergien.

Molybdän-Lieferanten

Das essentielle Spurenelement ist in tierischen und pflanzlichen Nahrungsmitteln enthalten. Sehr gute Molybdän-Lieferanten sind Hülsenfrüchte, Getreide, Nüsse und Sonnenblumenkerne. Auch Eier, Innereien, Kartoffeln, Bierhefe, Rind- und Schweinefleisch sowie Bohnen und Sojabohnen sind gute Molybdän-Quellen.

Unterversorgung und Überversorgung

Da der Körper nur sehr geringe Mengen an Molybdän benötigt, ist eine Unterversorgung kaum möglich. Ein Mangel entsteht eventuell aufgrund von Fehl- und Mangelernährung oder durch eine lang andauernde künstliche Ernährung. Ein erhöhter Molybdän-Bedarf kann allerdings auch durch Darmentzündungen erforderlich werden. Auftretende Symptome sind Übelkeit, Kopfschmerzen, Juckreiz, Karies und gelegentlich die Bildung von Nierensteinen.

Durch die tägliche Ernährung ist eine Überversorgung nicht möglich. Zu einer Überversorgung kommt es hauptsächlich dann, wenn hoch dosierte Molybdän-Präparate eingenommen werden. Beschwerden, die auftreten können, sind Schmerzen in Knien, Händen und Füßen. Auch kann es zu einer vermehrten Bildung von Harnsäure kommen, die das Risiko erhöht, an Gicht zu erkranken.