Natrium Na

Natrium ist ein chemisches Element mit dem Symbol Na. Es gehört zu den zehn häufigsten Elementen in der Atmosphäre und in der Erdkruste. Es kommt in Mineralien vor und ist im Erdboden und im Meeresboden zu finden. Natrium gehört zu den lebenswichtigen Mineralstoffen (Mengenelementen) und bildet zusammen mit Chlorid die ionische Verbindung Natriumchlorid ( Kochsalz ). Natriumchlorid ist für Mensch und Tier der wichtigste Mineralstoff und an vielen wesentlichen Körperfunktionen beteiligt. Ein menschlicher Körper mit etwa 70 Kilogramm Körpergewicht enthält etwa 100 g Natrium. Davon sind ca. 45% in den Knochen gespeichert. Im Jahre 1807 gelang es dem englischen Chemiker Humphry Davy durch Elektrolyse geschmolzener Alkalien, Natrium zu gewinnen.

Natrium-Bedarf

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt allen Erwachsenen eine Tageszufuhr von 550mg Natrium, die allerdings meistens bereits durch die tägliche Nahrungsaufnahme gedeckt ist. Ein höherer Tagesbedarf kann jedoch durch einen Natriumverlust erforderlich werden. Auslöser können Diarrhö (Durchfall), starkes Schwitzen (Leistungs- und Extremsport), Nieren- und Lebererkrankungen und die Einnahme von harntreibenden Medikamenten sein.

Wie wirkt Natrium?

Natrium ist unverzichtbar für die Regulierung des Wasserhaushaltes im Organismus und hilft, verschiedene Enzyme zu aktivieren. Es ist wichtig für den Zellstoffwechsel, unterstützt den Verdauungsvorgang und hält den Säure- Basen- Haushalt im Gleichgewicht. Zusammen mit Kalium wird Natrium für die Erregbarkeit von Muskeln und Nerven benötigt. Eine Reduzierung der Kochsalzzufuhr kann helfen, Bluthochdruck zu senken.

Natrium-Lieferanten

Der beste Natrium-Lieferant ist das Kochsalz, das täglich als Zutat bei der Nahrungszubereitung verwendet wird. Natrium ist in fast allen Nahrungsmitteln enthalten. Besonders natriumhaltig sind Salzstangen, Schmelzkäse und Ketchup, Wurst, Konserven und Fertiggerichte. Geringere Mengen Natrium sind in Geflügel, Hülsenfrüchte und Haferflocken enthalten. Natriumarm sind Obst und Gemüse.

Unterversorgung und Überversorgung

Eine Unterversorgung an Natrium wird medizinisch als Hyponatriämie bezeichnet. Natrium wird im Darm aufgenommen und hauptsächlich über den Urin und in geringeren Mengen über Stuhl und Körperflüssigkeiten ausgeschieden. Da sich in fast allen Lebensmitteln Natriumchlorid befindet und Speisesalz täglich bei der Nahrungszubereitung verwendet wird, tritt ein Natriummangel bei einem gesunden Menschen nicht auf. Kommt es durch Erkrankungen zu einer Unterversorgung machen sich Symptome wie Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen und Müdigkeit, Muskelkrämpfe, Muskelschwäche und ein Absinken des Blutdrucks bemerkbar.

Die Überversorgung wird medizinisch Hypernatriämie genannt und kann bei Menschen, die an Nierenfunktionsstörungen leiden und bei Dialysepatienten auftreten. Spürbare Anzeichen können innere Unruhe, Reizbarkeit und Abgeschlagenheit sein. Es kann zu Fieber, Übelkeit und Erbrechen kommen. Besonders gefährdet sind Personen mit hohem Blutdruck, da Salz den Blutdruck noch weiter steigen lassen kann. Es wird vermutet, das ein regelmäßiger Verzehr stark salzhaltiger Speisen zu Magenkrebs führen kann.


Quellen und Weiterführendes

www.seilnacht.com: Periodensystem: Natrium - Zur Quelle.

www.neurochirurgie.uni-duesseldorf.de: STÖRUNGEN DER FLÜSSIGKEITS- UND ELEKTROLYTBILANZ - Zur Quelle.

www.tee.org: Selbstmedikationsdatenbank - Natrium - Zur Quelle.