Rubidium Rb

Rubidium ist ein chemisches Element mit dem Symbol Rb und ein silbern glänzendes Alkalimetall, das sich bei Sauerstoffzufuhr sofort mit rosa-violetter Flamme entzündet. Entdeckt wurde es im Jahre 1861 von dem deutschen Chemiker Robert Wilhelm Bunsen und dem deutschen Physiker Gustav Robert Kirchhoff. Metallisches Rubidium wird heute hauptsächlich in der Forschung verwendet, während Rubidiumsalze (Rubidiumbromid und Rubidiumchlorid) für medizinische Zwecke verwendet und als Beruhigungsmittel sowie Schmerzmedikamente eingesetzt werden.

Da Rubidium im menschlichen Organismus nur in sehr geringen Mengen vorkommt, wird es der Gruppe der Ultraspurenelemente zugeordnet. Im Körper ist es hauptsächlich in den gestreiften Muskeln (Muskeln für willkürliche Bewegungen) und im Herzen zu finden. Auch im Gehirn konnten Spuren von Rubidium nachgewiesen werden.

Für Pflanzen ist das Ultraspurenelement Rubidium nicht essentiell. In wieweit es für den Menschen essentiell (lebensnotwendig) ist, konnte noch nicht geklärt werden. Generell ist über die Bedeutung des Ultraspurenelementes für den menschlichen Organismus noch sehr wenig bekannt. Geschätzt wird, dass der Körper einer 70 Kilogramm schweren Person etwa 680 mg Rubidium enthält.

Rubidium-Bedarf

Ein konkreter Richtwert für die tägliche Rubidium-Zufuhr liegt bis heute noch nicht vor. Es wird lediglich vermutet, dass der Tagesbedarf eines Erwachsenen etwa 100 µg (Mikrogramm) Rubidium beträgt. Informationen über die tatsächliche Bedeutung des Ultraspurenelementes konnten nur in Experimenten mit Tieren nachgewiesen werden. Durch eine normale Mischkost wird nach jetzigem Wissensstand genug Rubidium aufgenommen.

Wie wirkt Rubidium?

Rubidium verteilt sich im gesamten Organismus und verhält sich im menschlichen Körper ähnlich wie der Mineralstoff (Mengenelement) Kalium. Es wird vermutet, dass Rubidium im zentralen Nervensystem für die Signalübertragung in den Nerven wichtig ist und eventuell eine antidepressive Wirkung besitzt.

Rubidium-Lieferanten

Als gute Rubidium-Lieferanten sind Kaffee und diverse Teesorten bekannt.

Spuren von Rubidium können sich auch in Mineralwässern befinden wie z.B. im Bad Dürkheimer Mineralwasser.

Unterversorgung und Überversorgung

Eine Rubidium-Unterversorgung ist beim Menschen nicht bekannt. Allerdings wurde festgestellt, dass ein Rubidium-Mangel bei Tieren zu Wachstumsverzögerungen und Fehlgeburten (Abort) führt.

Wird Rubidium in großen Mengen aufgenommen, kann es möglicherweise zu Vergiftungserscheinungen kommen. Diese werden durch Wechselwirkungen mit anderen Stoffen ausgelöst. Weiter wird vermutet, dass eine extreme Rubidium-Zufuhr die Resorption (Aufnahme) essentieller Substanzen hemmt.