Silicium Si

Silicium (auch Silizium) mit dem chemischen Symbol Si, ist ein Halbmetall und Bestandteil vieler Mineralien. In seiner reinen, elementaren Form ist es grau-schwarz gefärbt und besitzt einen metallischen Glanz. Der Name Silicium, der vom lateinischen Begriff „silicia“ (Kieselerde) abgeleitet wurde, stammt von dem schwedischen Chemiker Jöns Jakob Berzelius, dem im Jahre 1824 als erster die Gewinnung des chemischen Elements Silicium gelang.

Silicium ist ein essentielles Spurenelement, das der menschliche Organismus nicht selbst bilden kann. Es muss ihm regelmäßig durch die Nahrung zugeführt werden. Im Körper kommt Silicium nur in sehr geringer Menge vor und wird deshalb auch als Ultra-Spurenelement bezeichnet. Es befindet sich überwiegend in Knorpel, Knochen, Haut und Sehnen. Silicium ist an einer Vielzahl lebensnotwendiger, biologischer Funktionen beteiligt. Es ist unentbehrlich für das Knochengerüst, für Haut, Haare und Zähne. Einige Lebewesen wie z.B. Kieselalgen und Schwämme, sowie die Pflanzen Schachtelhalm und Bambus können Silicium selbst aufbauen.

Silicium-Bedarf

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat bisher noch keine Referenzwerte für das Ultra-Spurenelement Silicium herausgegeben. Der übliche, generelle tägliche Silicium-Bedarf liegt bei etwa 30 mg. Da mit zunehmendem Alter der Silicium-Gehalt im Körper kontinuierlich abnimmt, benötigen ältere Menschen eine erhöhte Tageszufuhr. Der Tagebedarf kann nur über eine bewusste und konsequente, vollwertige Ernährung, die viele siliciumhaltige Lebensmittel beinhaltet, gedeckt werden.

Wie wirkt Silicium?

Silicium aktiviert den Aufbau der Körperzellen und den Zellstoffwechsel. Es ist wichtig für das Bindegewebe und verlangsamt in den Geweben den Alterungsprozess. Silicium festigt die Blutgefäße, hält sie elastisch und verringert so das Risiko von Arteriosklerose. Silicium stärkt Knochen, Haut, Haare und Nägel und wirkt präventiv vor Osteoporose. Es besitzt desinfizierende und entzündungshemmende Eigenschaften, stärkt das Immunsystem und sorgt für eine schnelle Wundheilung.

Silicium-Lieferanten

Sehr gute Silicium-Lieferanten sind Zwiebeln, Mohrrüben und Bier. Doch auch Hirse, Kartoffeln, Roggen und Weizenkörner enthalten viel des Ultra-Spurenelementes. Der Verzehr von Haferflocken, Gerste und Blumenkohl, Spargel, Sonnenblumenkernen und Pfifferlingen hilft ebenfalls, den Organismus mit dem essentiellen Silicium zu versorgen.

Unterversorgung und Überversorgung

Eine Unterversorgung von Silicium kann zu Wachstumsstörungen des Knochengerüstes führen. Das Bindegewebe wird geschwächt und verliert seine Festigkeit und Elastizität. Die Abwehrkraft des Immunsystems sinkt und die Anfälligkeit gegenüber Infektionen steigt. Weitere Symptome einer Silicium-Unterversorgung sind eine trockene und faltige Haut, glanzloses, stumpfes Haar, Haarausfall und spröde, brüchige und sich spaltende Nägel. Oft tritt ein unangenehmes Hautjucken auf. Es kommt zu einem Rückgang des Zahnfleisches und sogar zu Bandscheibenbeschwerden.

Eine Silicium-Überversorgung ist durch die Nahrungsaufnahme nicht möglich. Erst wenn extrem hohe Silicium-Dosen über einen längeren Zeitraum hinweg eingenommen werden, kann es zur Bildung von Harnsteinen kommen.