Vanadium V

Vanadium mit dem chemischen Zeichen V, ist ein unedles, relativ nachgiebiges Metall, das durch Legierung mit anderen Metallen sehr hart und stoßfest wird. Verwendung findet es z.B. bei der Herstellung von Werkzeugen und als Legierung in Baustählen. Vanadium ist für den menschlichen Körper ein essentielles Spurenelement obwohl seine tatsächliche Bedeutung und Wirkung noch nicht ausreichend erforscht ist. Vanadium gelangt über eine Vielzahl an Nahrungsmittel in den menschlichen Organismus. Hier kommt es hauptsächlich und sehr konzentriert in den Nieren, in Lunge und Leber vor und wird über den Urin wieder ausgeschieden. Im menschlichen Gewebe sind zwischen 20 und 30 mg Vanadium enthalten.

Vanadium-Bedarf

Über den täglichen Vanadium-Bedarf liegen keine konkreten Richtwerte vor, da immer noch nicht geklärt ist, in wieweit Vanadium tatsächlich ein essentielles, unverzichtbares Spurenelement ist. Geschätzt wird, dass der Tagesbedarf bei 50 bis 100 µg (Mikrogramm) liegt. Dieser Bedarf ist problemlos über eine normale Ernährungsweise zu decken.

Wie wirkt Vanadium?

Es wird angenommen, dass Vanadium an einer Vielzahl von Enzymen und deren Funktionen im menschlichen Körper beteiligt ist. So unterstützt das Spurenelement Vanadium vermutlich den Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel, ist für das Zellwachstum erforderlich und wird für Knochen und Zähne benötigt.

Vanadium-Lieferanten

Lebensmittel, die sehr viel Vanadium enthalten sind Dillsamen, schwarzer Pfeffer, Buchweizen und Sojabohnen. Auch in Olivenöl und Sonnenblumenöl, in Äpfeln, Muscheln und Krabben ist viel Vanadium enthalten. Gute Quellen sind auch Hülsenfrüchte, Spinat und Petersilie.

Unterversorgung und Überversorgung

Die Möglichkeit einer Vanadium-Unterversorgung gilt als ausgeschlossen, da über die Nahrung immer genug des Spurenelementes aufgenommen wird. Mangelerscheinungen sind lediglich in der Tierwelt, jedoch nicht beim Menschen beobachtet worden.

Das trifft auch auf die Möglichkeit einer Vanadium-Überversorgung zu. Die Vanadium-Mengen in den Lebensmitteln sind so gering, dass bei einer normalen Ernährungsweise ein Vanadium-Überschuss ausgeschlossen ist. Allerdings können extrem erhöhte Vanadium-Präparate zu einer Überdosierung führen. Erste spürbare Symptome können Kopfschmerzen und Übelkeit sein. Auch gibt es Berufsgruppen, wie z.B. Personen, die in der Stahlindustrie arbeiten, die mit Vanadium in direkten Kontakt kommen. Das Einatmen von Vanadiumstaub erzeugt Reizungen in Nase und Hals, verursacht Schwindelgefühle und kann sogar Bronchitis und Lungenentzündung auslösen. Eine übermäßige Aufnahme von Vanadium führt zu Schädigungen des Nervensystems, zu Herzproblemen und Gefäßerkrankungen, zu Nieren- und Leberblutungen und kann Magen- und Darmentzündung auslösen.