Vitamin K

Das fettlösliche, essentielle Vitamin K kann der Körper nicht selbst bilden und nur geringfügig in der Leber speichern. Es kommt in verschiedenen Formen (K1-K3) vor. Das Vitamin K1 (Phyllochinon) wird von Pflanzen synthetisiert und ist hauptsächlich in grünen Gemüsesorten enthalten. Das Vitamin K2 (Mechaninon) wird von Bakterien der Darmflora gebildet. Vitamin K3 (Menadion) ist eine synthetische Form, die in höheren Mengen giftig ist und deshalb nicht mehr verwendet wird. Für eine Aufnahme des Vitamins aus dem Darm sind Gallensäuren unerlässlich. Vitamin K wird zusammen mit Proteinen (Eiweiße), Calcium und Vitamin D für den Knochenstoffwechsel benötigt und ist für die Blutgerinnung unverzichtbar.

Vitamin K-Bedarf

Da bis heute nicht exakt bekannt ist, in wieweit der tägliche Bedarf durch die Synthese im Darm mit gedeckt werden kann, gestaltet sich die Festlegung des Vitamin K-Bedarfs recht schwierig. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Frauen eine Tagesmenge von 65µg und für Männer 80µg (Mikrogramm).

Wie wirkt Vitamin K

Vitamin K ist in der Leber an der Herstellung der Blutgerinnungsfaktoren beteiligt und unterstützt so die schnelle Gerinnung des Blutes. Außerdem wird Vitamin K für den Knochenaufbau benötigt und hält die Knochen gesund. Das Vitamin regelt das Knochenwachstum, verhindert, dass Calcium von den Knochen in die Arterien abwandert und hemmt so eine Verkalkung von Geweben und Gefäßen. Vitamin K unterstützt die Wundheilung.

Vitamin K-Lieferanten

Vitamin K ist überwiegend in grünem Blattgemüse enthalten, gelangt jedoch über die Nahrungskette auch in tierische Produkte. Ausgezeichnete Vitamin K- Lieferanten sind Grünkohl und Spinat, Schnittlauch, Brokkoli, Rosenkohl und Kräuter. Doch auch Eier, Milchprodukte, Fleisch und Leber sind gute Quellen. Vitamin K ist sehr hitzestabil, so dass es beim Garen nur zu geringen Verlusten des Vitamins kommt. Auch gegenüber Sauerstoff ist es sehr stabil, reagiert jedoch empfindlich auf Tageslicht. Deshalb sollten die Lebensmittel möglichst dunkel gelagert werden.

Unterversorgung und Überversorgung

Wer sich mit einer ausgewogenen Mischkost ernährt, braucht einen Vitamin K-Mangel nicht zu fürchten. Gefährdet sind allerdings Neugeborene, da sie das Vitamin noch nicht selbst bilden können und auch die Muttermilch wenig Vitamin K enthält. Deshalb erhalten Säuglinge präventiv (vorbeugend) oral Vitamin K-Gaben.

Eine Unterversorgung (Hypovitaminose) wird in den meisten Fällen durch bestimmte Krankheiten wie Leber- und Krebserkrankungen oder chronische Magen- und Darmerkrankungen hervorgerufen. Auch eine gestörte Darmflora, einseitige Diäten oder eine Antibiotika-Therapie können Ursachen für einen Vitamin K- Mangel sein. Kommt es zu einem Mangel, so ist die Verlängerung der Blutgerinnung ein typisches Symptom.

Eine Überversorgung (Hypervitaminose) ist nicht bekannt. Auch wenn hohe Dosen des Vitamins eingenommen werden, kommt es zu keinen toxischen Auswirkungen. Gelegentlich können leichte allergische Reaktionen auftreten.