Zink Zn

Zink gehört zu den unedlen Metallen und trägt als chemisches Element die symbolische Abkürzung Zn. Schon im Altertum wurde Zink als Legierungsbestandteil für Messing verwendet. Die eigentliche Entdeckung von Zink gelang allerdings erst im 14. Jahrhundert und zwar in Indien. Als essentielles Spurenelement ist Zink für den Menschen unverzichtbar. Da es nicht im Organismus gespeichert werden kann, muss es ihm täglich durch die Nahrung zugeführt werden. Obwohl Zink nur in einer geringen Menge von ein bis zwei Gramm im menschlichen Körper vorkommt, spielt es bei Stoffwechselreaktionen, bei der Aktivierung vieler Enzyme und bei der grundsätzlichen Gesunderhaltung des menschlichen Organismus eine wesentliche Rolle.

Zink-Bedarf

Der Tagesbedarf an Zink kann normalerweise durch eine abwechslungsreiche und ausgewogene Mischkost gedeckt werden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät Männern ab dem 15ten Lebensjahr eine Tageszufuhr von 10 mg und Frauen ab dem 15ten Lebensjahr zu einer täglichen Zink-Zufuhr von 7 mg. Ab dem vierten Schwangerschaftsmonat empfiehlt die DGE einen Referenzwert von 10 mg Zink, während Stillende täglich 11 mg Zink zu sich nehmen sollten. Ein erhöhter Zinkbedarf wird bei Kindern und Jugendlichen während der Wachstumsphase, bei Sportlern und bei älteren Personen erforderlich. Veganer und Vegetarier sollten bewusst auf den Verzehr zinkhaltiger Lebensmittel achten, um einem Mangel vorzubeugen.

Wie wirkt Zink?

Das essentielle Spurenelement Zink ist für den Zucker-, Eiweiß- und Fettstoffwechsel unverzichtbar. Es ist am Aufbau der Erbsubstanz und am Zellwachstum beteiligt. Zink unterstützt die Hormone in ihrer Funktion, stärkt Bindegewebe und Immunsystem und regt die Wundheilung an (z.B. nach einer Operation). Auch ist Zink förderlich für die Gedächtnisleistung sowie für die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit. Zink besitzt entzündungshemmende Eigenschaften und hilft gegen Schuppenflechte, Akne und Neurodermitis. Es wurde festgestellt, dass Zink den Therapieerfolg bei Krankheiten (z.B. Leberzirrhose, Diabetes mellitus) positiv beeinflusst und verbessert. Die Wirkung von Zink kann durch die Aufnahme von Vitamin C erhöht werden.

Zink-Lieferanten

Grundsätzlich kann Zink aus tierischen Nahrungsmitteln besser vom Organismus verwertet werden als Zink aus pflanzlichen Produkten. Sehr gute Zink-Lieferanten sind Austern, andere Meeresfrüchte und Fisch. Auch Leber und Muskelfleisch enthalten viel Zink. Gute pflanzliche Zink-Quellen sind Haferlocken, Linsen, Weizenkeime und Vollkornprodukte. Walnüsse und Pekannüsse, Pilze, Kuhmilch, Käse und Hefe sowie Salat, Gurken und Spargel, Kakao und Brot aus Sauerteig helfen ebenfalls, den Tagesbedarf zu decken.

Unterversorgung und Überversorgung

Der größte Teil der deutschen Bevölkerung ist zwar mit Zink ausreichend versorgt, doch es gibt verschiedene Ursachen, die zu einem Zinkmangel führen können. Eine Unterversorgung von Zink kann sich durch eine Fehl- oder Mangelernährung entwickeln. Sie entsteht häufig aufgrund chronischer Darmerkrankungen, bei lang anhaltenden Durchfällen, durch Bestrahlung und Chemotherapie oder die Einnahme bestimmter Medikamente. Ein Zinkmangel wird auch durch eine zu hohe Kupfer- und Eisenaufnahme herbeigeführt.

Liegt eine Unterversorgung vor, kann es zu einer Unterfunktion der Keimdrüse (Geschlechtsdrüse), zu Wachstumsstörungen, Blutarmut und einem geschwächten Abwehrsystem kommen. Erste auffällige Symptome sind brüchige Nägel, trockene Haut, Haarausfall und Appetitlosigkeit.

Über die Ernährung ist eine Zink-Überversorgung kaum möglich. Ein Zinküberschuss kann allerdings durch die unkontrollierte Einnahme zinkhaltiger Nahrungsergänzungsmittel verursacht werden. Bei Menschen, die beruflich mit Zink zu tun haben (Gießereien) und Zinkdampf oder Zinkstaub einatmen, kann eine Zinkvergiftung auftreten, die als Metall- oder Gießfieber bezeichnet wird. Ein Zinküberschuss verursacht Symptome wie Übelkeit und Erbrechen, Bauchschmerzen, Kreislaufprobleme, Fieber und Schüttelfrost. Auch kann es zu Magen- Darmstörungen kommen. Eine Überversorgung mit Zink löst häufig einen Kupfer- und Eisenmangel aus. Durch den Kupfermangel kann wiederum eine Form der Blutarmut (hypochrome Anämie) verursacht werden.