Zinn Sn

Reines Zinn ist ein silberweißes, glänzendes Schwermetall. Es ist sehr weich, dehnbar und korrosionsbeständig. Zinn kommt in vielen Haushaltsgegenständen vor z.B. in Weißblechdosen, Backformen, Pfannen, Töpfen und Zinnkrügen. Auch als Legierungsmetall wird Zinn verwendet (mit Kupfer legiert entsteht Bronze). Zinn befindet sich in der Erde, in Pflanzen, im Wasser und im Gestein.

Zinn gehört zu den Spurenelementen und besitzt das symbolische Zeichen Sn. Dieses ist von dem lateinischen Begriff „Stannum“ abgeleitet worden. Es wird zwar vermutet, dass Zinn für den Menschen höchstwahrscheinlich essentiell ist, doch ein Beweis konnte noch nicht erbracht werden. Im Körper einer ca. 70 Kilogramm schweren Person befinden sich etwa 15 mg Zinn. Da Zinn von der Weltgesundheitsorganisation als „nicht gesundheitsschädigend“ eingestuft wurde, existieren keine gesetzlichen Vorgaben für den Zinngehalt in Trinkwasser.

Zinn-Bedarf

Da die essentielle Notwendigkeit des Spurenelementes Zinn bis heute noch nicht bestätigt werden konnte, liegen auch keine konkreten Referenzwerte zum Tagesbedarf vor. Die aufgeführten Werte wurden von Tierexperimenten abgeleitet. So benötigt der Mensch vermutlich bis zu 20 µg (Mikrogramm) Zinn am Tag.

Wie wirkt Zinn?

Zinn kommt im menschlichen Organismus im Magen-Darm-Trakt, in Knochen, Muskeln, in Leber, Lunge, Herz und im Thymus vor. Der Thymus ist ein Organ, das oberhalb des Herzen sitzt und für ein starkes Immunsystem erforderlich ist. Deshalb wird angenommen, dass auch Zinn Einfluss auf das Immunsystem hat. Auch soll Zinn für die Nierenfunktion und den Haarwuchs wichtig sein. Als Bestandteil des Gewebehormons Gastrin unterstützt und reguliert Zinn wahrscheinlich die Salzsäurebildung im Magen.

Zinn-Lieferanten

Zinn gelangt u. U. über verzinnte Weißblechdosen in den menschlichen Organismus. Verbleibt ein Rest des Inhaltes (Fisch, Saft, Gemüse, Obst) in der Konserve und kommt es zu einer Sauerstoffzufuhr, ist möglich, dass Zinn an die Nahrung abgegeben wird. Werden dann größere Mengen des Inhaltes verzehrt, kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Magen-Darm-Problemen kommen. Toxische (giftige) Auswirkungen können ausgelöst werden, wenn die Zinnaufnahme mehr als zwei Gramm beträgt.

Unterversorgung und Überversorgung

Beim Menschen wurde noch kein Zinnmangel festgestellt. Erkenntnisse über die Folgen eines Zinnmangels stammen aus Tierversuchen und können eventuell auf den Menschen übertragbar sein. Bei Ratten führte eine zinnarme Ernährung z.B. zu Wachstumshemmungen, Haarausfall und Appetitlosigkeit. Geprüft wird, ob Zinnmangel den Blutdruck beeinflusst und zu Bluthochdruck führen kann.