Heston Blumenthal

Großbritannien gilt als ein Land, das offen ist für neue kulinarische Erfahrungen. Kein Wunder, dass es Heston Blumenthal mit seiner Molekularküche und den vielen Experimenten, die er sich beim Kochen erlaubt, bis ganz an die Spitze der Gastronomie geschafft hat. Er betreibt Kochen nicht als Mittel zur Zubereitung von Speisen, sondern eher als Wissenschaft. Nahrungsmittel werden zu Freuden für die Sinne. Ihm wird nachgesagt, dass die Speisen, die von ihm zubereitet werden, mit der Vorstellungskraft der Gäste spielen und der Verstand mit Geräuschen und Gerüchen überlistet wird. Seine Kochkunst gilt als ideale Verbindung zwischen Wissenschaft und Kunst. Dabei sind seine Kreationen keineswegs als Erzeugnisse aus dem Chemielabor zu bezeichnen, auch wenn manche dieser Entwicklungen etwas abenteuerlich erscheinen mögen. Er selbst betont immer wieder, dass es ihm lediglich darum gehe, seine Gäste zufrieden zu stellen.

Schon innerhalb kürzester Zeit konnte sich Heston Blumenthal als Spitzenkoch einen Namen machen, obwohl sein beruflicher Weg anfangs nicht danach aussah, als würde der Mann mit dem Kochen Erfolg haben. Heston Blumenthal gilt als Autodidakt und errang für seine Kochkunst inzwischen bereits drei Sterne, die ihm vom Guide Michelin verliehen wurden. Es gibt in ganz Großbritannien nur noch zwei andere Restaurants, die sich mit drei Michelin - Sternen schmücken können.

Ausgiebige Reisen und ein enormer Wille zum Lernen brachten Heston Blumenthal die Fertigkeiten und das Wissen bei, das er heute besitzt und anwenden kann. Vor allem die französischen Sternerestaurants bilden die Basis seiner Fähigkeiten als Koch. Diese Basis wird ergänzt durch das Wissen aus den Naturwissenschaften und aus den Techniken, die Heston Blumenthal diesen entlehnt hat. Heston Blumenthal besitzt einen einzigartigen Stil, den Kenner seiner Speisen auch unter Tausenden herausschmecken könnten.

Die Speisekarten in seinen Restaurants sind von Gerichten geprägt, die zwar ursprünglich einmal traditionelle Gerichte waren, aber durch verschiedene Experimente in der molekularen Küche verändert wurden und so zu neuen geschmacklichen Erlebnissen führen. Überraschende Kompositionen sind darunter zu finden, die es allerdings in Heston Blumenthals Küche inzwischen zu Klassikern brachten.

Heston Blumenthal gilt als Perfektionist, der alles in seiner Macht stehende tut, damit seine Gäste zufrieden sind. Das ist auch einer der Gründe, warum die Menschen bereit sind, solch teilweise horrenden Summen für ein Menü oder für einen Weinabend in seinen Restaurants zu bezahlen. Die Geschmackserlebnisse, die hier geboten werden, sind anderswo nirgends zu finden und bleiben in fortwährender Erinnerung.

Biografie - Lebenslauf

Name: Heston Mark Blumenthal
Geburtstag: 27. Mai 1966
Geburtsort: High Wycombe, England, Großbritannien
Familienstand: verheiratet mit Susanna Blumenthal, drei Kinder
Beruf: Koch, Besitzer des Restaurants "The Fat Duck" in Bray

Beruflicher Werdegang:

  • 1982 Reise mit den Eltern nach Frankreich war der Auslöser für die Kochleidenschaft (durch Besuch eines Restaurants mit drei Sternen)
  • 1985 erneute Reise nach Frankreich, hier Besuch von Restaurants, Weingütern und verschiedenen Märkten
  • ab 1986 Erwerb von umfangreichen Kenntnissen in Molekulargastronomie und der Lebensmittelchemie
  • Bewerbungen um einen Ausbildungsstelle als Koch blieben erst einmal erfolglos
  • nach der Schule arbeitete er zuerst als Vertreter für Kopierer und Büroutensilien, Kochen blieb das Hobby
  • 1995 Erwerb des Pubs "The Bell" in Bray und Umbenennung desselben in "The Fat Duck"
  • Zusammenarbeit mit Forscher Dr. Peter Barham (Bristol University) und anderen Chemikern, dabei weitere Entwicklung der Molekulargastronomie

Heston Blumenthal, seine Auszeichnungen und seine Restaurants

Verleihung der Michelin - Sterne in den Jahren 1998, 2001 und 2004

Das Restaurant "The Fat Duck" ("Die fette Ente") in Bray in der Grafschaft Berkshire, westlich von London gelegen, gehört zu den teuersten Restaurants des Landes und wohl auch zu den Berühmtesten. Das Restaurant gehört Heston Blumenthal und wurde bisher schon mit drei Sternen ausgezeichnet. Im Jahr 2005 wurde "The Fat Duck" sogar zum besten Restaurant der Welt gekürt und zwar vom Restaurant Magazine. In den Jahren 2004, 2006 und auch 2007 musste sich das Restaurant mit dem zweiten Platz zufrieden geben.

Das Restaurant gilt als außergewöhnlich, vor allem was seine Küche angeht. Heston Blumenthal bietet hier Genüsse aus seiner so genannten Molekularküche an. Hier gibt es Schneckenbrei zu essen oder die Sardinen auf Toast Sorbet. Allerdings sind die Preise im "The Fat Duck" auch nicht gerade als gewöhnlich zu bezeichnen. Wer hier an einem Weinabend teilnehmen möchte, muss bis zu 550 Pfund pro Person berappen.

Im Jahr 2004 erwarb Heston Blumenthal ein weiteren Pub in Bray, das "Hinds Head”. Hier werden traditionelle Gerichte serviert. Auch dieses Restaurant entwickelte sich rasch zu einer bekannten Adresse und gilt als preiswertere Alternative zum "The Fat Duck". Es ist außerdem für Familien geeignet.

Bücher und andere Veröffentlichungen in englischer Sprache

"The Fat Duck Cookbook" von Heston Blumenthal; erscheint voraussichtlich im Oktober 2009 im Bloomsbury Verlag
"Total Perfection" von Heston Blumenthal, erscheint voraussichtlich im April 2009 im Bloomsbury Verlag
"Dashi and Umami: The Heart of Japanese Cuisine" von Heston Blumenthal, Nobu Matsuhisa, Pascal Barbot und Kiyomi Mikuni, erscheint voraussichtlich im März 2009 im Cross Media Verlag
"The Big Fat Duck Cookbook" von Heston Blumenthal, erschienen im November 2008 im Bloomsbury Verlag
"Further Adventures in Search of Perfection: Reinventing Kitchen Classics" von Heston Blumenthal, erschienen im November 2007 im Bloomsbury Verlag
"Perfect Marriage: The Art of Matching Food and Sherry Wines from Jerez” von Heston Blumenthal, erschienen im April 2007 im Verlag Simon & Schuster
"In Search of Perfection” von Heston Blumenthal, erschienen im November 2006 im Bloomsbury Verlag
"Heston Blumenthal: In Search of Perfection: Reinventing Kitchen Classics” von Heston Blumenthal, erschienen im Oktober 2006 im Bloomsbury Verlag
"Kitchen Chemistry" von Ted Lister und Heston Blumenthal, erschienen im September 2005 im Verlag Royal Society of Chemistry
"Family Food: A New Approach to Cooking” von Heston Blumenthal, erschienen im März 2004 im Penguin Verlag

Fernsehsendungen von und mit Heston Blumenthal

"Kitchen Chemistry"
"Auf der Suche nach dem perfekten Genuss"

Webseiten

www.fatduck.co.uk/
www.thehindsheadhotel.com