Kolja Kleeberg

Kolja Kleeberg wird auch als der Entertainer unter den Köchen bezeichnet. Das ist auch kein Wunder, er unterhält die Leute in seinen Fernsehshows und hat ein Talent dafür, sowohl witzig als auch professionell zu sein. Dabei kommt ihm natürlich zu Gute, dass er ursprünglich Schauspieler werden wollte, doch das Bühnenintermezzo nur kurz war und Kolja Kleeberg bald zu seiner eigentlichen Bestimmung fand. Erst im Jahr 2000 besann sich Kolja Kleeberg wieder auf sein ursprüngliches berufliches Vorhaben und verband geschickt seine Tätigkeit als Koch mit der Tätigkeit als Entertainer. So ist er auch bekannt geworden, als ein Koch, der nicht nur in der Küche tätig sein kann, sondern der in der Lage ist, ein großes Publikum zu unterhalten. Er vertritt bis heute die Meinung, dass ein guter Koch reifen muss, ähnlich, wie dies bei den Zutaten für seine Speisen der Fall ist. So ist es für Kolja Kleeberg auch kein Problem, dass er etwas länger brauchte, bis er seinen Traumberuf ausüben konnte oder besser gesagt, bis er überhaupt zu diesem fand. Das TV-Geschäft ist für ihn eine willkommene Abwechslung vom Alltag, denn er ist der Meinung, dass zuviel Gleichförmigkeit der Kunst des Kochens schade.

Gemeinsam mit seiner Ehefrau Petra Kleeberg führt er in Berlin das VAU, ein deutschlandweit bekanntes Restaurant. Wer hier speisen möchte, der sollte übrigens einige Zeit im Voraus die Reservierung vornehmen lassen, denn das Restaurant ist stets gut besucht und verzeichnet mehr Anfragen, als an einem einzigen Abend befriedigt werden können.

Biografie / Lebenslauf

Name: Kolja Kleeberg
Geburtsdatum: 12. Mai 1964
Geburtsort: Köln
Beruf: Koch
Familienstand: verheiratet mit Petra Kleeberg

Werdegang:

1983 nach Ablegen des Abiturs Teilnahme an Schauspiel- und Gesangsunterricht, Auftritte am Stadttheater Koblenz
1986 Beginn der Kochlehre im Restaurant Le Marron in Bonn
Aufstieg zum Commis Saucier, dann Commis Patissier und später Chef Tournant im Restaurant Le Marron
Wechsel in das Restaurant Friesdorfer Hof in Bonn
Anstellungen im Rino Casati und im Chesa Pirani in Köln, dann im La Punt in der Schweiz
Ernennung zum Sous Chef im Hotel Haus Paradies in der Schweiz
selbstständig als Gastronom in den Restaurants Gut Sarnow und Am Karlsbad tätig
1996 Chef de Cuisine im VAU in Berlin
ab 2000 Anstellung im Kochstudio von SAT 1 als Maitre Frühstücksfernsehen

Auszeichnungen:

Michelin Stern
Koch des Monats April 1998
Koch des Monats April 1999
Koch des Monats April 2001
Auszeichnung als Koch mit Ehrendiplom
Auszeichnung für die "Verdienste in der Berliner Gastronomie im Jahr 2002"
17 von 20 Punkten im Gault Millau
Drei Kochmützen im Varta - Führer
Drei von fünf Bestecken im Varta - Führer
1998 Auszeichnung als Berliner Meisterkoch
1999 Auszeichnung als Berliner Meisterkoch

Bücher von Kolja Kleeberg als Autor und Mitautor

"VAU, Das Kochbuch" von Kolja Kleeberg, erschienen im Verlag Collection Rolf Heyne im März 2008
"K3, Kolja Kleeberg kocht", von Kolja Kleeberg, erschienen im Egmont Vgs Verlag im Oktober 2002

(Koch)Sendungen von und mit Kolja Kleeberg

Auftritte in der Kochshow von Johannes B. Kerner, immer freitags
Seit Ende 2000 Koch im SAT 1 Frühstücksfernsehen

Weitere Informationen zum Koch

Über Kolja Kleeberg wird in den Medien kaum berichtet, Skandale gibt es bei ihm nicht. Eine Sache, die aber Beachtung fand, war seine Augenkorrektur. Kolja Kleeberg war seit über dreißig Jahren kurzsichtig und beschloss nun, seine Brille abzulegen. Die Augenkorrektur mittels Laser war seine Rettung, "um endlich wieder den Durchblick zu haben". Doch so ganz wollte er sich von seiner inzwischen zum Markenzeichen gewordener Brille nicht trennen und trägt sie nun noch ab und zu, in anderer Stärke natürlich.

Das Niveau in Kolja Kleebergs Restaurant VAU ist durchgehend als hoch zu bezeichnen und wird von den angesehensten Feinschmeckern gelobt. Schon im ersten Jahr nach der Eröffnung des Restaurants erhielt das VAU einen Michelin-Stern, was aber der Leistung des gesamten Teams zu verdanken war. In der Küche des Restaurants werden vor allem saisonale Produkte verwendet, diese stammen nach Möglichkeit aus der Region, also dem direkten Umland von Berlin. Kolja Kleeberg setzt hier die Philosophie seines Mentors Josef Viehhauser um, die besagt, dass nicht mehr als drei Produkte auf den Teller gehörten. Dies ist wohl das Erfolgsrezept, neben einigen anderen Punkten natürlich, der Küche und des Restaurants.

Kolja Kleeberg beschäftigt ausgezeichnete Mitarbeiter in seinem Restaurant. Er vertritt die Meinung, dass "eine Kartoffel nicht besser wird", wenn er sie selbst schäle. Daher sieht er Auszeichnungen und Erfolge als Verdienst des gesamten Teams an und ist nicht nur auf seine eigene Leistung, sondern auf die des Restaurants in der Gesamtheit stolz.

Das Ende seiner Schauspielkarriere war für Kolja Kleeberg gekommen, als er Aspirant an einer privaten Akademie war und einen krabbelnden Hund mimen sollte. Dies war für ihn partout nicht möglich und so entschloss er sich, die Schauspielerei aufzugeben. Die Verbindung des Kochens mit dem Fernsehen, die er in Form der Auftritte in Kochshows erreichte, ist für Kolja Kleeberg eine Möglichkeit, Rezepte weiterzugeben. Früher einmal sei dies die Aufgabe der Großmütter gewesen, findet er, heute seien es eben die Kochsendungen im Fernsehen, die diese Arbeit übernähmen. Einige Zuschauer sähen sie nur zur Unterhaltung, andere wiederum, um den einen oder anderen Tipp zu bekommen. Und so sieht er es als seine Aufgabe an, sein Wissen an andere Menschen zu übermitteln, eigene Erkenntnisse weiterzugeben und so ein wenig dazu beizutragen, dass die Hobbyköche in Deutschland kleine Feinheiten des Kochens erlernen können und Spaß am Kochen haben.

Webseiten über Kolja Kleeberg

www.kolja-kleeberg.de
www.vau-berlin.de