Heinz Winkler

Wenn von Starköchen die Rede ist, darf natürlich Heinz Winkler nicht fehlen. Er hatte es schon in seiner frühesten Kindheit nicht leicht, verlor zum Beispiel im Alter von drei Jahren seine Mutter. Insgesamt lebten in der Großfamilie elf Kinder, eine beachtliche Zahl, die erklärt, warum er schon von klein auf an das Sparen gewöhnt war. Umso befriedigender muss es für ihn gewesen sein, sein eigenes Restaurant zu eröffnen. Dabei handelt es sich nicht nur um ein Restaurant, sondern um eine Residenz, die geschaffen wurde, damit sich die Gäste den ganzen Abend über wohl fühlen können und nicht ständig daran denken müssen, dass sie nach dem Essen noch nach Hause fahren müssen. Ehrungen und Auszeichnungen begleiten Heinz Winkler sein ganzes berufliches Leben lang, auch wenn er für seine Residenz längere Zeit um Anerkennung kämpfen musste. Heute ist sie ein angesehenes Etablissement der Spitzenklasse, bei dem für einen Platz im Restaurant eine frühzeitige Reservierung empfohlen werden muss.

Biografie

Geboren: 17. Juli 1949
Geburtsort: Brixen in Südtirol

Ausbildung:

Hotellehre im Hotel "Laurin" in Bozen
Danach siebenjährige Tätigkeit in internationalen Hotels und Restaurants unter anderem in der Schweiz, in Italien, in Frankreich und in Deutschland

Gastronomie:

1973 bis 1977 Chef de Cuisine im Schlosshotel "Pontresina" und im "Kulm Hotel" in St. Moritz, jeweils in der Wintersaison
1973 bis 1977 Chef de Cuisine im "Hotel Bad Schachen", jeweils in der Sommersaison
1978 Tätigkeit bei Paul Bocuse
1978 bis 1991 Chef im Restaurant "Tantris" in München
1987 bis 1992 Geschäftsführer im "Tristan" auf Mallorca
1991 Eröffnung des eigenen Hotels und Restaurants "Residenz Heinz Winkler" in Aschau im Chiemgau

Jährliche Auszeichnungen:

21 x drei Stern im Guide Michelin
3 x 19,5 Punkte im Gault Millau
11 x 19 Punkte im Gault Millau
7 x drei Mützen im Varta - Führer
8 x fünf Sonnen im Feinschmecker
9 x fünf Bestecke im Schlemmeratlas von ARAL
9 x Top Ten des Schlemmeratlas von ARAL
10 x Five Star Diamond Award

Zusätzliche Auszeichnungen:

2006 "Hotelier des Jahres”
2006 "Nummer Eins" in CAPITAL
2005 "Nummer Eins" in "Gustav Volkenborns Restaurant- Rangliste"
2004 "Koch des Jahres"
2002 "Koch des Jahres"
2001 "Bundesverdienstkreuz am blauen Bande
1998 "L’Art de Vivre Preis" für "Große Kochkunst und Gastlichkeit"
1997 "Koch des Jahres" und "Grand Prix del Arte de la Cocina"
1995 "Kulturpreis der Europäischen Wirtschaft" und Restaurateur des Jahres" sowie Aufnahme in "L’Art de Vivre Hotels und Restaurants"
1994 bis heute "Commissaire General" von Eurotoques
1992 "Internationale Ehrentrophäe" der Trophäe Gourmet"
1988 Ehrenmitglied im Club "Chef der Chefs"
1984 Goldmedaille für "Europa à Tavola" in Italien
1981 erster Drei Sterne Koch in Italien, außerdem jüngster Drei Sterne Koch
1979 "Koch des Jahres" und zweiter Stern im Guide Michelin
1978 erster Stern im Guide Michelin

Bücher von Heinz Winkler

"Heilpflanzen für Genießer: Die natürliche Gourmetküche" von Heinz Winkler, Robert M. Bachmann, Birgit Kofler - Bettschart und Thomas Kauffelt, erschienen im September 2006
"Die Klassiker der Cusine Vitale" von Heinz Winkler, erschienen im Oktober 2005
"Highlights der Kochkunst. Gezaubert mit Kräutern und Blüten" von Heinz Winkler, erschienen im März 2005
"Heinz Winklers Meisterküche. Cuisine Vitale - Genuss für alle Sinne" von Heinz Winkler, erschienen im Jahr 2003
"Highlights der Kochkunst. 150 Rezepte" von Heinz Winkler, erschienen im Jahr 2001
"Vegetarisch für Feinschmecker" von Heinz Winkler, erschienen im März 2001
"Meine Drei - Sterne - Küche" von Heinz Winkler, erschienen im Jahr 2001
"Glücksmenüs" von Heinz Winkler und Monika Titze, erschienen im Jahr 2000
"Gourmet - Küche leicht gemacht" von Heinz Winkler, erschienen im Jahr 1998
"Das literarische Menü, Nummer Zwei" von Heinz Winkler und Alain Cl. Sulzer, erschienen im September 1998
"Meisterhaft Kochen leicht gemacht. Traditionelle Gerichte für Fest- und Feiertage" von Paul Bocuse und Heinz Winkler, erschienen im Jahr 1996
"Die Große Küche und ihre kleinen Geheimnisse. 160 Rezepte zum Nachmachen" von Heinz Winkler, erschienen im Jahr 1994
"Vegetarisch für Feinschmecker. Meisterhafte Rezepte, die leicht gelingen" von Heinz Winkler, erschienen im Jahr 1991
"Drei - Sterne - Küche für zu Hause: Meisterwerke aus der eigenen Küche" von Heinz Winkler und Jutta Buer, erschienen im Jahr 1988

Weitere Informationen

Als erster Koch überhaupt erhielt Heinz Winkler das Bundesverdienstkreuz am blauen Bande im Jahr 2001. Der Grund dafür liegt darin, dass Heinz Winkler eine sehr bedeutende so genannte Tafernwirtschaft, die aus dem 14. Jahrhundert stammt, mit dem Aufbau seiner "Residenz Heinz Winkler" in Aschau zu neuem Leben erweckt hatte. Er hat dieser Adresse zu einem Renommee nicht nur innerhalb von Deutschland, sondern auf der ganzen Welt verholfen.

Heinz Winkler war der jüngste Koch aller Zeiten, der die drei Sterne des Guide Michelin verliehen bekommen hat. Er war damals gerade einmal 31 Jahre alt. Für seine Vorbildfunktion für die junge Generation und dafür, dass er dem Beruf des Kochs zu einem großen Ansehen verholfen hat, waren Gründe für das Verleihen des Bundesverdienstkreuzes.

Heinz Winkler wird zugeschrieben, dass das Kochen wieder zu einer Kunst erhoben wurde und dass seine Gerichte ein kulinarisches Kulturgut wurden. Er hat durch sein Wirken eine Brücke zur Kultur geschlagen. Die "Residenz Heinz Winkler" ist übrigens das einzige Restaurant mit drei Sternen in der Region.

Heinz Winkler hat nicht nur selbst eine internationale Ausbildung genossen, er war auch schon als Lehrer für Kochschüler in vielen verschiedenen Ländern tätig. So wirkte er zum Beispiel an renommierten Kochschulen in Spanien, Italien, in den USA, in Japan oder in Thailand.

Heinz Winkler wollte nie einfach nur ein Restaurant eröffnen. Er wollte immer, dass sich die Leute dort wohl fühlen. Dabei hat er aber schon bei seinen früheren Wirkungsstätten mitbekommen, dass viele Leute einen Abend nicht richtig genießen können, wenn sie wissen, sie müssen später noch mit dem Auto nach Hause fahren. Daraus entstand der Gedanke an eine Residenz, in der es sich die Gäste später noch gemütlich machen können und am anderen Tag oder auch Tage später erst wieder nach Hause zurückkehren müssen. Dabei dient die Residenz nicht einfach nur dem Übernachten, sondern hier werden zum Beispiel auch Wellnessbehandlungen angeboten. Luxuriös eingerichtet sind sowohl die Zimmer als auch die Räume, die der Erholung und Behandlung dienen sollen. Es ist hier möglich, komplette Arrangements zu buchen oder der Gast stellt sich seine Erholungstage in ihrer Ausgestaltung selbst zusammen, den Wünschen der Gäste wird hier stets entgegen gekommen. Aber, wie bereits an anderer Stelle erwähnt, sollten hier unbedingt Voranmeldungen vorgenommen werden, denn in aller Regel ist die Residenz bis auf den letzten Platz ausgebucht.

Webseite

www.residenz-heinz-winkler.de