Zwilling

Ihren Ursprung fand die Marke Zwilling bereits im Jahre 1731, genauer gesagt am 13. Juni und damit im Sternzeichen des Zwillings, in Solingen, als der Messermacher Peter Henckels das Warenzeichen als Handwerkszeichen in die Solinger Messermacherrolle eintragen ließ und sich diese Kennzeichnung als eine der ältesten weltweit sicherte. Das Unternehmen selbst erhielt den entsprechenden Namen erst später durch Johann Abraham Henckels, einen Nachfahren Peter Henckels'.

Ab 1818 kam es zur Eröffnung mehrerer Verkaufsniederlassungen, beginnend in Berlin (1818), New York (1883), Wien (1884) sowie in Kopenhagen und Rotterdam (1897). In den folgenden Jahren erschloss sich das Unternehmen darüber hinaus immer deutlicher den deutschen Markt und eröffnete zusätzlich in Köln, Hamburg, Dresden, München und Paris seine Filialen.

1851 präsentierte sich Zwilling mit der eigenen Produktpalette erstmals auf der Weltausstellung in London und gewann sogleich eine Medaille, die wichtige internationale Anerkennung mit sich brachte. Auch auf der 1893 in Chicago veranstalteten Weltausstellung konnte Zwilling seinen Ruf aufrecht erhalten, was unmittelbar zum Gewinn der einzigen, zu vergebenden Medaille führte. Ein ganz besonderes Highlight in der Geschichte des Unternehmens mag jedoch die Benennung zweier afrikanischer Berggruppen im Kongo in sowohl 'Zwilling', als auch 'Henckels Berge' gewesen sein, die durch den Afrikaforscher Leo Frobenius im Jahr 1905 erfolgte.

Neben den zahlreichen Preisen und Ehrungen kam aber auch die Expansion des Unternehmens nicht zu kurz, so gründete J.A. Henckels 1909 in den USA seine erste Tochtergesellschaft, der in den kommenden Jahren weitere in Kanada, den Niederlanden, Dänemark, der Schweiz, Japan, Italien, Frankreich, Spanien, China und Taiwan folgten.

Nach erneuten siegreichen Erfahrungen auf der Weltausstellung in San Francisco -Zwilling erhält die ersten vier Preise- kommt es 1938 zur Markteinführung und Sortimentserweiterung durch die Vielzweckschere, welche nicht nur qualitativ sowie formal neue Maßstäbe setzte, sondern dem Unternehmen zugleich ein neues Marktsegment eröffnete.

Die Erfindung des Eishärteverfahrens für die Herstellung von Schneidwaren aus nicht-rostfreiem Stahl 1939 ermöglichte neue innovative Erfolge und verlieh den auf diese Weise gefertigten Produkten unter Patentschutz ab sofort den Namen 'FRIODUR. ZWILLING J.A. HENCKELS'. In den 1970ern kam es zu weiteren Neu-Einführungen, wie beispielsweise 'Die Schneidigen von Zwilling' zeigten, mit denen in der Küche für jede Gelegenheit ab sofort das richtige Messer zur Hand war, bzw. sorgte die international eingeführte 'Vier Sterne Messer'-Serie, welche in Zusammenarbeit mit renommierten deutschen Küchenchefs entwickelt wurde, für Aufsehen und zählt heute wohl nicht ohne Grund zur meistverkauften Zwilling J.A. Henckels Kochmesserserie der Welt.

Nachdem das Unternehmen Zwilling seit 1981 auf eine bereits 250jährige Geschichte zurück blicken konnte, brachte das Jahr 1992 nun noch eine Revolution in der Messerherstellung hervor, da der Betrieb ein völlig neuartiges Verfahren der Fertigung vorstellen durfte: die Sinter-Componenten-Technologie, kurz SCT.

Was folgte, war die Eroberung des Marktes durch eine Vielzahl an anspruchsvollen und hochwertigen Messerserien, die den Ruf des Unternehmens nachhaltig festigten und ihn zu einem der bekanntesten Hersteller für Küchenwerkzeuge aufsteigen ließ.

Zwilling heute

Als einer der ältesten Fertiger in Sachen Küchenutensilien und Schneidwaren schöpft Zwilling J.A. Henckels vor allem aus beinahe 280 Jahren an Erfahrungen und Erfolgen. Neben seinem Stammsitz in Solingen ist es demnach natürlich nicht verwunderlich, dass sich das Unternehmen auch im Rest der Welt einen Namen gemacht hat, in den wichtigsten Industrieländern mit Tochtergesellschaften vertreten ist und etwa 3200 Mitarbeiter beschäftigt. Zusätzlich werden die angebotenen Produkte in mehr als 100 Länder rund um den Globus vertrieben und dabei nicht nur in Deutschland, sondern mittlerweile auch in Japan und China hergestellt.


Quellen und Weiterführendes

  • www.zwilling.com: Homepage der Firma Zwilling - Zur Quelle