Santoku-Messer

Ein Santoku gilt als das traditionelle japanische Kochmesser, das sowohl für Fleisch, Fisch, als auch Gemüse verwendet werden kann und daher auch seinen Namen 'Messer der 3 Tugenden' bezieht.

Die charakteristischen Merkmale eines Santoku sind dabei seine stumpfe obere Klingenkante, die gemeinsam mit dem Griff eine durchgehende Linie bildet, sowie die Breite der Klinge, welche weit über den Griff hinaus steht und somit genügend Platz für die Finger bietet. Durch die leicht geschwungene Form der 10 bis 18cm langen und 4 bis 6cm breiten Klinge eignet sich das Santoku nicht nur bestens für wiegende Bewegungen und Schnitte, sondern ist aufgrund des beidseitigen Schliffes auch in der europäischen Küche ein gern gesehener Küchenhelfer.

Im Gegensatz zu anderen Messern haben die Santoku-Allzweckmesser ihren Ursprung in den veränderten Essgewohnheiten der Japaner, die sich im Zuge der 1868 stattfindenden sogenannten Meiji-Restauration ergaben. Mit Ende des 2. Weltkrieges und dem damit einhergehenden Wirtschaftsboom trat in Japan zudem eine verstärkte Nachfrage nach Fleisch zu Tage, so dass es zusätzlich zu einer Kombination aus westlicher Klingenform eines Fleischmessers mit jener Klinge eines traditionellen japanischen Messers (Hôchô) kam.