Cashewnuss

Die Cashewnuss wird auch als Kaschukern, Elefantenlaus und Anacardium-Nuss bezeichnet und ist eine Steinfrucht, die zum Schalenobst zählt. Sie ist der Samen des tropischen Kaschubaumes (Anacardium occidentale), der auch Nierenbaum genannt wird. Er gehört zur Familie der Sumachgewächse (Anacardiaceae). Die ursprüngliche Heimat des immergrünen Kaschubaumes, der bis zu zwölf Meter hoch werden kann, ist Süd- und Zentralamerika. Im 16. Jahrhundert gelangte er durch die Portugiesen nach Afrika und Indien. Hauptproduzenten sind heute Brasilien, Indien, China, Indonesien und Thailand. In Portugal wird die Cashewnuss als „Cajú“ bezeichnet, in Indonesien heißt sie „kacang mete“ und die thailändische Bevölkerung gab ihr den Namen „mamuang himaphan“ (Mango des Waldes).

Der Kaschubaum bildet fleischige Fruchtstiele (Arillus), die sich an ihrem Ende zu dicken, paprikaähnlichen Früchten entwickeln. Diese Früchte besitzen eine leuchtend gelb- orange und auch kräftig rote Farbe. Sie sind sehr saftig und werden Cashew- Äpfel genannt. Am Ende jeder Frucht sitzt nur eine einzige schmackhafte Cashewnuss. Der cremefarbene, fast weiße Kern ist nierenförmig gebogen und ca. zwei Zentimeter lang. Er ist fest von einer feinen, braunen Samenhaut umgeben. Der Kern zeichnet sich durch sein sahnig- mildes und süßes Aroma aus. Seine Konsistenz ist knackig, jedoch etwas weicher als andere Nusssorten.

Verwendung von Cashewnüssen in der Küche

Die Cashewnuss ist aufgrund ihres milden und sahnigen Aromas und ihrer angenehm knackigen Konsistenz eine sehr beliebte Knabberei. Sie kommt gesalzen, gezuckert, geröstet, karamellisiert und naturbelassen in unsere Küchen. Ihr feiner, mandelartiger Geschmack verleiht vielen Gerichten eine delikate, exotische Note. Geröstete Cashewnüsse passen wunderbar zu Fleischgerichten, zu Hühnchen und feinen Fischsorten. Sie verfeinern jeden gemischten Salat und gehören in jedes Frühstücksmüsli.

Cashewkerne harmonieren geschmacklich wunderbar mit Reis- und Gemüsegerichten. Mit ihnen lassen sich schmackhafte Plätzchen und Kuchen backen und auch als Brotaufstrich sind sie eine Delikatesse. Aus Cashewnüsse wird feines Speiseöl hergestellt, das zum Braten und Kochen verwendet wird. Mit cremigem Cashew- Mus werden Saucen angedickt und Desserts verfeinert. Vor allem in der asiatischen Küche stehen Cashewnüsse auf dem täglichen Speiseplan und werden in Woks schonend mitgegart.

Einkauf und Lagerung

Cashewnüsse kommen bereits geschält in den Handel. Sie sind entweder in Folie luftdicht eingeschweißt, in Weißblechdosen verpackt oder wurden in Klarsichttüten gefüllt. Beim Einkauf ist zunächst auf das Haltbarkeitsdatum zu achten, das keinesfalls überschritten sein darf. Alte Nüsse schmecken muffig und schal. Die Kerne sollten keine dunklen Stellen besitzen. Sie müssen hell und trocken sein. Angebrochene Packungen sind stets wieder fest zu verschließen, damit das Aroma erhalten bleibt.

Cashewkerne sind empfindlich gegenüber starken Fremdaromen und nehmen diese sehr schnell an. Wichtig ist eine kühle, luftige und trockene Lagerung. Feuchtigkeit führt in kurzer Zeit zu Schimmelpilzbefall, der das krebserregende Aflatoxin entstehen lässt. Doch auch bei optimaler Lagerung sind Cashewkerne zügig zu verbrauchen, da das enthaltene Öl schon nach kurzer Zeit ranzig werden kann.

Nährstoffe und Gesundheit

Die köstliche Cashewnuss ist ein wichtiger Energielieferant, denn wer nur 100g von ihnen verspeist nimmt bereits 572 Kilokalorien zu sich. Sie enthält etwa 4% Wasser, 35% Kohlenhydrate, 17,5% Protein, 42,4% Fett und 2,9% Rohfaser. Weiter versorgt sie den Organismus mit Eiweiß, Calcium, Eisen, Zink und Natrium. Dazu kommen Vitamin A, B, C und E, viel Magnesium und die sehr gesunden, mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Ein regelmäßiger Verzehr von Cashewnüssen beugt Herz- Kreislauferkrankungen vor, senkt den Blutfettspiegel, stärkt das Nervensystem und wirkt sich positiv auf die Gehirnleistung aus. Cashewnüsse sind sehr bekömmlich und können von fast jedem verzehrt werden, denn sie sind lactose-, gluten- und cholesterinfrei.

Reifezeit, Ernte, Verarbeitung

Der Kaschubaum ist eine anspruchslose Pflanze, die auch an nährstoffarmen Standorten gut gedeiht. Sie wird auf Plantagen kultiviert. Aus den weißen, gelben und auch rosaroten Blüten entwickeln sich die nierenförmigen Cashewkerne, die ein Anhängsel des saftigen Cashewapfels sind. Dieser wird in seinen Heimatländern nicht nur roh verzehrt, sondern auch zu Saft, Wein und Marmelade verarbeitet.

Die Cashewkerne werden erst geerntet, wenn die ganzen Früchte reif genug sind und zu Boden fallen. Bevor die Nüsse geschält werden, muss die harte Schale entfernt werden, da sie ein toxisches Öl enthält. Aus diesem Grund werden die Nüsse mit ihren Schalen vorsichtig geröstet oder mit Wasserdampf behandelt. Die Schale wird brüchig und löst sich vom inneren Kern ab. Dieser Röstvorgang wird mit viel Gefühl und Geschick durchgeführt, da die Nüsse nicht zu dunkel werden dürfen.
Das Knacken der Nüsse ist in einigen Ländern noch Handarbeit. Doch es gibt mittlerweile auch Maschinen, die diese Tätigkeit übernehmen. Ein weiteres Erhitzen der Nüsse ist erforderlich, damit sich die braune Samenhaut von dem Cashewkern löst.


Quellen und Weiterführendes

  • www.schrotundkorn.de: Nüsse (S&K 1/1999) - Zur Quelle.
  • www.biothemen.de: Cashewkerne - Zur Quelle.
  • www.tis-gdv.de: Cashewnüsse - Zur Quelle.
  • Dr. Med. Gerhard Madaus: Lehrbuch der Biologischen Heilmittel. Georg Thieme Verlag, Leipzig, 1935. Zur Quelle.
  • www.baumkunde.de: Cashew Details - Baumbestimmung, Laubhölzer bestimmen  (Anacardium occidentale) - Zur Quelle.
  • www.kluth.com: Warenkunde von Kluth: Cashewkerne - Zur Quelle.