Kokosnuss

Die Kokosnuss ist die Frucht der Kokosnusspalme (Cocos nucifera), die zu der Familie der Palmengewächse (Arecaceae) gehört und die einzige Art dieser Gattung ist. Die Kokosnuss wird nicht den Nüssen zugeordnet, sondern gehört, aus botanischer Sicht, zu den einsamigen Steinfrüchten. Die unverzweigte Kokosnusspalme erreicht eine Höhe bis zu 25 Metern und besitzt eine Krone, auch Schopf genannt, die aus ca. 30 großen, gefiederten Blättern besteht.

Kokosnuss

In dieser Krone gedeihen die nährstoffreichen Kokosnüsse. Die Nüsse stehen in Gruppen zusammen, die sich jeweils in verschiedenen Entwicklungsstadien befinden. Dadurch wachsen ständig reife Kokosnüsse nach und können das ganze über Jahr geerntet werden. Die Kokosnusspalme kann ein Alter von 100 Jahren erreichen.

Die Außenhülle (Exokarp) der Kokosnuss ist lederartig, glatt, glänzend und wasserdicht. Ihre Farbe variiert zwischen den Farbkombinationen Gelb- Grün und Gelb- Braun. Gleich darunter sitzt eine dicke, fleischige Faserhülle, unter der sich die knochenharte innere Steinschicht befindet. Diese dient als Schutz des weißen, köstlichen Kernfleisches. Der Hohlraum im Innern der Nuss ist mit einer klaren Flüssigkeit gefüllt, dem Kokoswasser.

Die Kokospalme kommt ursprünglich aus Südostasien und Indien. Ihre Ausbreitung geschah zunächst hauptsächlich durch Menschen. Doch da die Nuss eine wasserdichte Schale besitzt und über weite Meeresgebiete getrieben wurde ohne ihre Keimfähigkeit zu verlieren, ist sie heute in vielen Gegenden der ganzen Welt anzutreffen. Allerdings bevorzugt sie warme und feuchte klimatische Bedingungen und gedeiht deshalb an tropischen Meeresstränden besonders gut. Hauptanbaugebiete sind Indonesien, Sri Lanka, die Philippinen, Afrika und Brasilien.

Verwendung in der Küche

Kokosnüsse werden sehr gern roh verzehrt, denn sie sind knackig und besitzen ein sahnig- mildes, angenehmes Aroma. Im Handel sind sie als ganze Nüsse erhältlich, werden aber auch in gehobelter, gemahlener und geraspelter Form und als getrocknete Kokosflocken angeboten.

Aus Kokosraspeln werden süße Makronen und delikaten Kuchen gebacken. Eine Panade mit gemahlenen Kokosnüssen verleiht jedem Fleisch- und Fischgericht eine feine, exotische Note. Die Kokosnuss kommt auch als hochwertiges Öl und Fett in unsere Küche. Da es äußerst hitzebeständig ist, eignet es sich sehr gut zum Braten, Backen und Kochen. Die aromatische Kokosmilch wird bei vielen Cocktails als schmackhafte Zutat verwendet und kann im Handel als Konserve gekauft werden. Kokosmilch sollte nicht mit dem Kokoswasser des Fruchtkerns verwechselt werden. Kokosmilch entsteht, indem das weiße Fruchtfleisch mit Wasser püriert wird.

Einkauf und Lagerung von Kokosnüssen

Beim Kauf von ganzen Kokosnüssen sollten nur Früchte gekauft werden, deren Schale unbeschädigt ist. Sie darf an keiner Stelle Anzeichen von Schimmel oder Feuchtigkeit aufweisen. Mit Hilfe des „Schütteltests“ lässt sich die Frische der Kokosnuss leicht feststellen. Wenn gluckernde Geräusche zu hören sind, enthält die Nuss viel Kokoswasser in ihrem Innern und ist frisch. Die Menge des Kokoswassers verringert sich mit zunehmender Reife der Nuss. Befindet sich in der Nuss keine Flüssigkeit, so sollte sie nicht mehr gekauft werden, da das Fruchtfleisch muffig schmeckt und nicht mehr bekömmlich ist.

Kokosnüsse sind kühl und trocken zu lagern, um einer eventuellen Schimmelbildung des Fruchtfleisches vorzubeugen. Ungeöffnet hält sich die Nuss zwei bis vier Monate. Bereits heraus gelöstes Fruchtfleisch wird knapp mit Wasser bedeckt und sollte bis zum weiteren Verzehr im Kühlschrank aufbewahrt werden. Hier hält es sich noch etwa eine Woche. Auch in Klarsichtfolie verpacktes Fruchtfleisch bleibt im Kühlschrank einige Tage frisch. Gemahlene und geraspelte Kokosnüsse werden in Kunststofftüten verkauft, auf denen ein Mindesthaltbarkeitsdatum steht, das beachtet werden sollte. Wichtig ist, die Packung nach der Entnahme der benötigten Menge wieder gut zu verschließen.

Inhaltstoffe und Gesundheit

Die Kokosnuss ist nicht nur ausgesprochen schmackhaft, sie ist auch sehr gesund. So enthält sie u.a. Wasser, gesättigte Fettsäuren, Calcium, Magnesium, Eisen und Kalium; Vitamin C, B3 und E, Eiweiß und Zucker, Cellulose und Ballaststoffe. Ihr natürliches Kokosfett hilft, den Körperfettwert zu normalisieren und die Reaktion des Immunsystems zu verbessern.

Außerdem wirken die Inhaltsstoffe der Kokosnuss entwässernd, regen die Nierentätigkeit an und fördern die Verdauung. Den gesättigten Fettsäuren wird eine antibakterielle und pilzhemmende Wirkung nachgesagt. Wer 100 Gramm des saftigen Fruchtfleisches zu sich nimmt, versorgt seinen Körper mit ca. 360 Kilokalorien.



Quellen und Weiterführendes

  • www.transgen.de: Kokosnuss - TransGen Lebensmitteldatenbank - Zur Quelle.
  • www.tis-gdv.de: Kokosnüsse - Zur Quelle.
  • www.effilee.de: Effilee - Kokosnuss - Zur Quelle.