Pekannuss

Der Pekannussbaum, dessen botanischer Name Carya illinoinensis lautet, gehört zur Familie der Walnussgewächse (Juglandaceae) und zur Gattung Hickory (Carya). Seine Heimat ist Nordamerika (Texas, Arizona). Heutige Anbaugebiete liegen in den Südstaaten der USA, Mexiko und Australien. Der Pekannussbaum wird in Texas als „Staatsbaum“ angesehen, da durch ihn und den Verzehr seiner Früchte viele nordamerikanische Indianerstämme die kältesten Winter überstehen konnten. Bereits für die Algonkin, die Ureinwohner Nordamerikas, war die Pekannuss oder Pecannuss ein wichtiges Nahrungsmittel. Der Baum kann eine Höhe bis zu 30 Metern erreichen und bildet eine große, Schatten spendende Krone aus.

Pecannüsse

Die Pekannuss gehört zu den Steinfrüchten und ist aufgrund ihres milden, nussigen und süßen Aromas sehr beliebt. Ihre Konsistenz ist etwas weicher als die anderer Nussarten. Die Oberfläche der länglichen Nussschale ist sehr glatt und glänzend. Das Besondere an der Schale ist ihre geringe Dicke, denn die Pekannuss lässt sich ohne Nussknacker, nur mit den Händen knacken. Im Innern der Schale verbergen sich zwei längliche Nusskerne, die sehr große Ähnlichkeit mit Walnüssen besitzen. Die hellen Nusshälften sind von einer feinen, braunen, essbaren Haut umgeben. Die Pekannuss kann eine Länge von zwei bis vier Zentimetern erreichen.

Verwendung von Pekanüssen in der Küche

Die aromatische Pekannuss wird gern naturbelassen und als geknackte, ganze Nuss verzehrt. Doch auch geröstet und gesalzen ist sie eine beliebte Knabberei. Durch ihr köstliches Aroma kann sie mit einer Vielzahl an Speisen kombiniert werden. Gehackte oder gehobelte Pekannüsse werden einfach über den Obstsalat gestreut und lassen ihn dadurch zu einem vollwertigen Gericht werden. Auch jedem frischen, grünen Salat verleihen Pekannüsse eine besondere Note.

Die schmackhafte Nuss harmoniert vortrefflich mit den meisten Käsesorten und passt ebenso hervorragend zu pikanten Gerichten wie z.B. Truthahn, Huhn und Gans. Pekannüsse sollten in keinem Frühstücksmüsli fehlen und gehören in jede Nussmischung. Ganz besonders schmackhaft sind sie in Verbindung mit Schokolade und Eiscreme. Sie sind eine wichtige Zutat bei der Pralinenherstellung und runden viele Süßspeisen ab. Mit Pekannüssen werden Kuchen und Waffeln gebacken und es werden köstliche Tortenfüllungen aus ihnen hergestellt. Pekannüsse werden zu einem hochwertiges Speiseöl verarbeitet, das zum Braten, Backen und Kochen verwendet werden kann.

  • Pecannuss geknackt
  • Pecannußkerne

Einkauf und Lagerung

Pekannüsse kommen als ungeknackte Nüsse, als geknackte, ganze Ware und auch gehobelt, gehackt und gemahlen in den Handel. Bereits zerkleinerte Nüsse sind meistens in Weißblechdosen oder Cellophanbeuteln vakuumverpackt. Auf der Verpackung steht ein Haltbarkeitsdatum, das zu beachten ist. Die Ware muss einwandfrei sein und darf weder gelbliche Verfärbungen noch dunkle, unansehnliche Flecken aufweisen. Sie darf nicht feucht geworden sein, da sonst die Gefahr einer Schimmelpilzbildung besteht (Aflatoxine).

Original verschlossenen Packungen halten recht lange. Wurden sie bereits geöffnet, sollten sie zügig verbraucht werden. Um die Frische und das Aroma möglichst lange zu bewahren, können die Nüsse im Kühlschrank gelagert werden. Dann halten sie sich ca. zwei bis sechs Monate. Pekannüsse mit Schale benötigen einen kühlen und trockenen Lagerplatz und halten sich dann bis zu zwölf Monaten. Da das empfindliche Öl der Pekannuss recht schnell ranzig wird, sollten die Nüsse zwischenzeitlich auf ihre Frische kontrolliert werden.

Nährstoffe und Gesundheit

Mit 72% Fett ist die Pekannuss ganz besonders fettreich und nahrhaft. Bei einem Verzehr von 100g der Nüsse werden 2950 Kilojoule (ca. 705 Kilokalorien) aufgenommen. Wichtig sind die einfach ungesättigten Fettsäuren, die nachweislich Herz- Kreislauferkrankungen vorbeugen. Die Mineralstoffe (z.B. Calcium, Kalium, Magnesium, Eisen) halten die Knochen gesund und wirken auf die Stoffwechselvorgänge im Körper. Faserstoffe fördern die Darmtätigkeit und das Vitamin A schützt Augen und Schleimhäute. Ein regelmäßiger Verzehr wirkt sich positiv auf den Blutdruck aus und hilft sogar bei Blutzucker (Diabetes).

Reifezeit und Ernte

Da Pekannüsse weltweit sehr begehrt sind, werden mittlerweile Pekannussbäume gezüchtet. Durch die Veredlung konnte die Anzahl der Sorten stark erhöht werden. Musste zuvor häufig länger als acht Jahre auf das erste Tragen der Bäume gewartet werden, bilden die neuen Sorten oft schon im ersten Jahr Früchte. Die Blütezeit des Pekannussbaumes liegt im April und im Mai. Geerntet wird in den Monaten Oktober und November. Dann hängen grüne, fleischige Früchte an den Bäumen, in deren Innern sich die köstlichen Pekannüsse befinden. Sind die Früchte reif, spaltet sich die grüne Hülle in vier Teile und gibt eine braune Pekannus frei. Die Nüsse werden aufgesammelt weiterverarbeitet und weltweit verschickt.

Pecannuß