Galiamelone

Die Galiamelone (latenischer Name Cucumis melo var. reticulatus) zählt zu den Netzmelonen und wurde in Israel durch eine Kreuzung der Ogenmelone und der Honigmelone "Honey Dew" geschaffen. Im Gegensatz zu anderen Melonensorten ist die Galiamelone damit eine relativ junge Sorte. Heute wird sie vorrangig auch in Südafrika, Bralisien, Costa Rica und den USA gezüchtet. Hauptanbaugebiete in Europe sind Spanien und Italien.

Galiamelone

Aussehen und Geschmack

Galiamelonen gehören zu den großen Netzmelonensorten. Sie werden etwas kopfgroß und sind von runder Form. Sie erreichen ein Gewicht von 0,5 bis 1,5 kg.

Die Schale der Galiamelonen ist grün, mit einem netzartigen Muster überzogen und verfärbt sich in reifem Zustand gelblich. Das Fruchtfleisch ist weißlich bis blassgrün gefärbt, manche Sorten haben auch ein orangefarbenes Fruchtfleisch.Der Geschmack ist aromatisch und süß und erinnert an Nektarinen.

Inhaltsstoffe

Zu 90% besteht die Galiamelone aus Wasser und ist damit wie ihre verwandten Melonensorten ein erfrischender und kalorienarmer Durstlöscher. Außerdem enthält sie viel Vitamin A und eine geringere Menge an Vitamin C.

Galiamelone in der Küche

Man sollte Galiamelonen immer in vollreifem und leicht gekühltem Zustand genießen, um ein optimales Aroma zu gewährleisten. Wie alle Melonen können sie gut roh verspeist werden, in Obstsalate gemischt und als Dessert serviert werden. Verfeinern Sie Ihr Müsli mit frischer Melone oder peppen Sie Ihren Milchshake oder Smoothie auf. Obstkuchen oder Sahnetorten lassen sich ebenfalls gut mit Melonenstücken verzieren oder mit einer Melonencreme füllen.

Sie eignen sich außerdem als Beilage zu Käseplatten, rohem Schinken und Salami sowie in Mischgetränken. Im Sommer erfrischt auch ein Salat aus Gurken und in Kugeln geschnittenen Galiamelonen, der mit Chili, Balsamico, Zucker, Limettensaft und Öl gewürzt wird.

Wer experimentierfreudig ist, kann durchaus auch herzhaften Gerichten mit Galiamelone eine exotische Note verleihen, zum Beispiel als Sauce zu Pasta mit Speck, Sahne und Kräutern. Aus Melone, Äpfeln und Zwiebeln, abgeschmeckt mit Limette und Essig, lässt sich außerdem ein leckeres Chutney herstellen.

Übrigens lassen sich Galiamelonen auch gut zu exotischen Konfitüren verarbeiten. Kochen Sie die Stücke dazu mit anderen Früchten wie Mangos, Papayas oder Pfirsichen auf und lassen sie auf herkömmliche Weise gelieren.

Einkauf und Lagerung

Galiamelonen sind das ganze Jahr über bei uns erhältlich. Die Früchte aus spanischen und italienischen Anbaugebieten werden von März bis November angeboten, von September bis Dezember stammen die Früchte aus Israel, von Dezember bis Mai aus Südafrika.

Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass die Früchte einen starken angenehmen Duft ausströmen und damit reif sind. Oft werden Galiamelonen vor der Reife geschnitten, um sie haltbarer zu machen. Diese Früchte schmecken allerdings weniger aromatisch.

Im Kühllager halten sich Galiamelonen 1 bis 3 Wochen, zu Hause können sie kühl einige Tage gelagert werden.

Galiamelone

Quellen

  • Bendel, Lothar: Das große Früchte- und Gemüselexikon. Düsseldorf: Albatros Verlag, 2002.
  • Das große Buch vom Obst : Warenkunde, Küchenpraxis, Rezepte. München: Teubner Edition, 2002.
  • Das große Lexikon der Früchte und Gemüse : Herkunft, Inhaltsstoffe, Zubereitung, Wirkung. Köln: Anaconda Verlag, 2008.
  • Die kleine Speisekammer : Lebensmittelkunde von A – Z. Bindlach: Gondrom, 1996.
  • Lehari, Gabriele: Exotisches Obst und Gemüse für die Küche. Stuttgart: Ulmer, 2006.

Weiterführende Links


Redaktion: Ilga Becker
Datum: 20.04.2010