Pomelo

Im Deutschen benennt Pomelo eine Zitrusfrucht, die einer Rückkreuzung von Grapefruit (Citrus paradisi) und Pampelmuse (Citrus maxima) entstammt. Sie gehört zur Gattung der Rautengewächse (Rutaceae), einer ansehnlichen Pflanzenfamilie mit vielen Vertretern. Den etwa 160 Gattungen sind circa 1815 Arten untergeordnet. Pomelos zählen zur Sorte der echten Pampelmusen, genannt Citrus grandis (L.) Osbeck und sind Beerenfrüchte. Die Südfrüchte wachsen an kleineren Bäumen mit großen, elliptisch geformten Blättern.

Pomelo

Engländer nennen die echte Pampelmuse Pomelo, Shadock oder Pummelo, Spanier und Franzosen bezeichnen Grapefruits als Pomelos.

Beschaffenheit der Frucht

Die in Deutschland angebotenen Pomelos sind kindskopfgroß und im Durchschnitt 1500 g schwer. Zum besseren Transport umhüllt sie ein praktisches Tragenetz. In birnenförmiger Gestalt reicht ihre Farbgebung von hellgelb bis grün, wobei der Handel meistens gelbe Früchte aus dem asiatischen Raum verkauft. Zu Beginn der Saison im Oktober bietet der Markt auch rosefarbene Exemplare; sie stammen meist aus Israel.

Eine dicke Schale umgibt das Fruchtfleisch, das wie bei allen Zitrusfrüchten in Segmente aufgeteilt ist. Diese Außenhülle macht etwa die Hälfte des Gewichtes aus; beim Schälen entsteht eine große Menge biologischer Abfall. Ehe man die Filets verzehrt, sollte unbedingt die weiße, ledrige Haut entfernt werden. Ein spitzes, scharfes Messer ist dazu vonnöten. Manchmal gerät das Aufbrechen der Pomelo zu einem wahren Kraftakt; ein beherzter Griff in den mittigen Hohlraum trennt sie in zwei Hälften.

Das Fruchtfleisch ist von bissfester Konsistenz, saftet auf sanften Druck hervorragend. Es schmeckt leicht säuerlich und köstlich erfrischend.

Inhaltsstoffe

Die Pomelo ist eine echte Diätfrucht. Auf 100 g Fruchtfleisch kommen je nach Süße 25 bis 50 kcal. Fett und Eiweißgehalt betragen auf die angegebene Menge rund 0,5 g. Dem minimalen Kaloriengehalt steht ein bemerkenswerter Anteil von Vitamin C gegenüber. Außerdem sind Pomelos reich an Kalium, Magnesium und Phosphat. Ihr Bitterstoff Limonin regt ohne Nebenwirkungen den Darm am. Blutdruck senkend wirkt der Inhaltsstoff Narangin; Bluthochdruckpatienten profitieren davon. Der Gehalt an Bioflavonoiden ist beträchtlich. Sie verhindern die Oxidation von Vitamin C im Körper und hemmen die Ausschüttung von Histamin. Pomelos können allergische Reaktionen dämpfen.

Zunehmend entdecken die deutschen Verbraucher diese Früchte, schätzen ihren aufmunternden, sympathischen Geschmack. Seit Anfang der siebziger Jahre werden die Hybriden diverser Zitrusfrüchte der Bundesrepublik gehandelt. Neben Israel und Südafrika bauen auch Länder Südostasiens Pomelos im großen Stil an; Hauptsache feuchtwarmes Klima ist vorhanden. Den Markt dominieren gegenwärtig Honig-Pomelos aus China.

Verwendung von Pomelos in der Küche

Qualitativ hochwertiges Obst kauft man in der Saison von Oktober bis April, wobei zu Beginn der Preis bei rund 2,50 Euro liegt. In den eigentlichen europäischen Wintermonaten sinkt er teilweise bis auf rund einem Euro.
Die Herbe der Grapefruit und die Süße der Pampelmuse verleihen der etwa fußballgroßen Frucht ein markantes Aroma. Üblicherweise verzehrt man ihre Filets roh, also von der Hand in den Mund. Sie wertet Obstsalate, Eisbecher oder das morgendliche Müsli auf. Ferner harmonisiert die Pomelo mit gegrilltem Fisch, herzhaften Blattsalaten oder Kurzgebratenem. Als Südfrucht ergänzt sie ausgezeichnet die kalte und warme Küche, setzt einen ausländischen Akzent. Unproblematisch lässt sie sich zu Marmeladen, Chutneys und Fruchtaufstrichen verarbeiten. Ein Glas frisch gepresster Pomelosaft gilt als besondere Delikatesse. In Thailand mischt man behutsam Cherrytomaten, Lauchzwiebeln, Koriander und Pomelostücke zu einem sommerlichen Salat. Würze gibt ein Dressing aus Limettensaft, braunem Zucker, Fischfond und Essig. Knoblauch, Chiliflocken sowie eine Prise Salz schärfen die Sauce.

Ohne Bedenken können Pomelos bis zu zwei Wochen bei Zimmertemperatur gelagert werden. Ist dann ihre Außenhaut schon leicht verschrumpelt und von pappiger Konsistenz, schmeckt das Fruchtfleisch reif und honigsüß.

Pomelo im Ganzen