Sharonfrucht

Die Sharon, auch Saronfrucht oder Scharonfrucht genannt, wird oft mit der Kaki gleichgesetzt. Tatsächlich handelt es sich allerdings um eine Kakisorte, die im Sharontal in Israel gezüchtet wurde und so zu ihrem Namen gelangte. Im Handel werden Sharons aufgrund ihres aromatischeren Geschmacks und ihrer dünnen Schale häufiger angeboten als Kakis.

Sharonfrucht

Geschichte und Herkunft

In China wird die Kaki schon seit Jahrtausenden kultiviert. Die Sharon wurde allerdings erst weit später durch Züchtung in Israel geschaffen. Hier wurden die Gerbstoffe, die harte Schale und die Kerne weggezüchtet, was der Frucht heute zu großer Beliebtheit verhilft.

Aussehen und Geschmack

Die Sharon gehört botanisch zu den Beeren. Die Früchte sind samenlos, etwas kleiner und von hellerer Farbe als Kakis. Die glatte, wachsartige Schale ist fester als bei Kakis. Insgesamt erinnern die Sharonfrüchte äußerlich an helle Tomaten.

Durch die fehlenden Gerbstoffe im Fruchtfleisch kann die Sharonfrucht auch verzehrt werden, wenn sie noch nicht komplett ausgereift ist. Die Schale kann im Gegensatz zur Kaki mitgegessen werden. Der Geschmack der Früchte ist süß-säuerlich und weitaus aromatischer als der von Kakis. Sharons schmecken ähnlich einem Pflaumenkompott mit einem Hauch Vanille.

Inhaltsstoffe

Wie die Kaki enthält die Sharonfrucht eine bemerkenswerte Menge an Provitamin A. Beide gehören damit zu den Früchten mit dem höchsten Gehalt an Vitamin A. Darüber hinaus enthält die Sharon die Mineralstoffe Calcium, Eisen, Kalium und Phosphor sowie die Vitamine B und C.

Die Sharonfrucht in der Küche

Aufgrund ihrer aromatischen Süße kann die Sharon gut roh verzehrt werden. Wie eine Kiwi halbiert man sie und löffelt das Fruchtfleisch heraus. Möchte man den Geschmack noch verfeinern, kann man etwas Zitronensaft darauf träufeln oder die halbierten Früchte mit Zucker bestreuen.

Für die weitere Verarbeitung sollten als erstes die Kelchblätter entfernt werden. Die Schale kann mitgegessen werden, im Gegensatz zur Kaki, die zur Verwendung geschält werden muss. Meist schneidet man die Sharon in Scheiben.

Sharons passen sehr gut in Obstsalate mit säuerlichen Früchten und lassen sich für Quarkspeisen mit anderen exotischen Früchten kombinieren. Im Sommer schmeckt ein Eis oder Sorbet aus Sharons sehr erfrischend. Eine exotisches Dessert stellen auch überbackene Sharons dar.

Da die Früchte sehr dekorativ aussehen, werden sie gern für Buffets genutzt. Füllen Sie zum Beispiel Shrons mit Vanilleeis, Sahne und Himbeeren für eine ausgefallene Nachspeise.

Einkauf und Lagerung

Sharons reifen bei Zimmertemperatur nach. Kauft man vollreife Früchte, so sollten diese am besten im Kühlschrank gelagert und innerhalb weniger Tage verbraucht werden. Zum Einfrieren eignen sich die Früchte nicht gut.

Sharons in der Heilkunde

Neben ihrem hohen Gehalt an Vitamin A, der die Sharon zu einem wichtigen Vitaminlieferanten macht, ist die unterstützende Wirkung bei Erkältung und Grippe zu erwähnen. Die leichte Verdaulichkeit macht die Früchte außerdem zu einem ausgesprochen gesunden Lebensmittel.

Sharonfrucht

Quellen

  • Bendel, Lothar: Das große Früchte- und Gemüselexikon. Düsseldorf: Albatros Verlag, 2002.
  • Das große Buch vom Obst : Warenkunde, Küchenpraxis, Rezepte. München: Teubner Edition, 2002.
  • Das große Lexikon der Früchte und Gemüse : Herkunft, Inhaltsstoffe, Zubereitung, Wirkung. Köln: Anaconda Verlag, 2008.
  • Lehari, Gabriele: Exotisches Obst und Gemüse für die Küche. Stuttgart: Ulmer, 2006.

Weiterführende Links


Redaktion: Ilga Becker
Datum: 28.04.2010