Kokosnussöl

Kokosnussfett wird auch Kokosöl genannt und galt, aufgrund seines hohen Anteils an gesättigten Fettsäuren, lange Zeit als „ungesund“. Mittlerweile führten Untersuchungen zu der Erkenntnis, dass sich vor allem die wertvolle Laurinsäure positiv auf die Gesundheit des Menschen auswirkt. Das delikate, hochwertige, nicht raffinierte Kokosnussfett verlor sein „Negativ- Image“, wurde endlich „rehabilitiert“ und ist mittlerweile zu einem unverzichtbaren Speiseöl bei der Nahrungszubereitung geworden.

Gewinnung und Herkunft

Kokosnussöl wird aus dem fettreichen, getrockneten Fruchtfleisch (Kopra) der Kokosnuss gewonnen. Die Kopra besitzt einen Fettanteil von ca. 70 Prozent. Unterschieden wird zwischen raffiniertem und nativem Kokosnussfett. Natives Kokosöl ist naturbelassen. Es wird durch div. schonende Verfahren oder durch Pressen, ohne zusätzliche Wärmezufuhr, gewonnen. Die Inhaltstoffe bleiben erhalten. Kaltgepresstes, natives Kokosfett stammt meistens aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA) und ist nicht gehärtet.

Raffiniertes Kokosfett ist chemisch behandelt, gebleicht und desodoriert. So werden nicht nur Geschmacks-, Aroma- und Farbstoffe entfernt, sondern auch ein Großteil des Vitamins E. Die gesättigten Fettsäuren des Öls bleiben erhalten. Wird raffiniertes Kokosöl anschließend gehärtet, können die gefährlichen Transfettsäuren entstehen. Sie lassen den Cholesterinspiegel steigen und erhöhen das Risiko für Herzerkrankungen.

Ursprünglich war die Kokosnusspalme in Südostasien und Indien beheimatet. Heute ist sie in allen tropischen Regionen anzutreffen. Hauptanbauländer und Hauptlieferanten von Kokosöl sind die Philippinen, Malaysia, Indonesien, Sri Lanka und Brasilien.

Lagerung und Haltbarkeit

Kokosfett kann durchaus bei Raumtemperatur gelagert werden. Allerdings sollte es vor Sonnenbestrahlung geschützt werden. Kokosöl bleibt auch ungekühlt bis zu zwei Jahren haltbar. Wird es kühl gelagert, erhöht sich die Haltbarkeit sogar noch. Wichtig ist, das Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Packung zu beachten.

Verwendung von Kokosnussöl und -fett in der Küche

Kokosnussöl ist ein klares und reines Öl mit mildem, aromatischem Geschmack. Es ist äußerst hitzebeständig und eignet sich deshalb sehr gut zum Frittieren, Braten und Kochen. Bei einer Temperatur, die unter 24°C liegt, erstarrt das Kokosöl und wird zu festem, weißem Kokosfett. In der Küche kommt überwiegend raffiniertes „Kokos- Plattenfett“ zum Einsatz, das in jedem Supermarkt erhältlich ist. Das Fett wird als Basis für Kuvertüren verwendet. Torten, Kleingebäck, Pralinen und Waffeln werden mit der glänzenden und kühlen Glasur überzogen. Mit nativem Kokosöl lassen sich Teigwaren, Reispfannen, Fisch- und Gemüsegerichte delikat verfeinern.

Inhaltsstoffe und Gesundheit

Kokosnussfett setzt sich überwiegend aus mittelkettigen Fettsäuren zusammen. Es enthält ca. 8% einfach b.z.w. mehrfach ungesättigte und 92% gesättigte Fettsäuren. Kokosfett ist reich an Laurin-, Capryl- und Myristinsäure, besitzt Vitamin B und E, ist leicht verdaulich und gut bekömmlich. Obwohl in Kokosfett hauptsächlich gesättigte Fettsäuren enthalten sind, ist es cholesterinfrei und wird als hochwertiges Pflanzenöl betrachtet. Der Grund liegt im „guten“ HDL- Cholesterin, das sich positiv auf das Gefäßsystem auswirkt und so Arteriosklerose und Herzinfarkt vorbeugt. Natives Kokosnussöl unterstützt die Abwehrkraft des Immunsystems, steigert die Leistungsfähigkeit und wirkt sogar antibakteriell.

Kokosöl wird zur Herstellung von Kosmetika, Körperpflegeprodukten und Waschmittel verwendet. Auch hat es sich als wohltuendes Massageöl bewährt.


Quellen und Weiterführendes

  • www.satureja.de: Kokosfett - Zur Quelle.
  • Schrot&Korn 2/2000 (Leo Frühschütz): Bratfette: Ungehärtet, aber hitzefest - Zur Quelle.
  • www.eve-magazin.de: Kokosnuss - ein stück vom Paradies - Zur Quelle.
  • Goldscheider, Stefanie: Cocos nucifera - Die Kokospalme - Zur Quelle.