Maiskeimöl

Der Mais (Zea mays) ist eine Getreideart aus der Familie der Süßgräser (Poaceae). Mais gehört zu den wichtigsten Getreidesorten der Welt und ist in vielen Ländern das Grundnahrungsmittel. Er wird in unterschiedlichen Lebensmitteln verarbeitet und kann als eingelegte Maiskolben, Maisstärke, Maisgrieß, als schmackhafte Knabberei und als hochwertiges Maiskeimöl b.z.w. Maisöl, gekauft werden. Das leicht bekömmliche, cholesterinfreie Maiskeimöl ist ein ideales Speiseöl für die tägliche Nahrungszubereitung.

Gewinnung und Herkunft

Maiskeimöl wird aus den fetthaltigen Keimen der Maiskörner durch Kalt- oder Heißpressung und durch Extraktion gewonnen. Für einen Liter des wertvollen Öls werden etwa 100 Kilogramm Mais benötigt. Raffiniertes und extrahiertes Maiskeimöl wird mit Hilfe chemischer Verfahren und unter Zufuhr von Wärme gewonnen. Das Endprodukt ist ein farbloses, geschmacks- und geruchsneutrales Öl. Eine gelbliche Farbe erhält das raffinierte Öl durch eine Zugabe von Beta- Carotin. Raffiniertes Maiskeimöl ist etwas höher erhitzbar als natives Öl.

Natives, kaltgepresstes Maiskeimöl wird schonend und ohne zusätzliche Wärmezufuhr gepresst und anschließend nur noch filtriert. Alle wertvollen Inhaltsstoffe bleiben dabei erhalten. Der hohe Vitamin E- Gehalt verhindert ein vorschnelles Ranzigwerden des nativen Öls. Kaltgepresstes, natives Maiskeimöl besitzt eine schöne, rötliche Farbe.

Mais ist eine alte Kulturpflanze, die bereits vor Jahrtausenden geschätzt war. Ihre ursprüngliche Heimat ist der tropische Süden Mexikos. Aus der wildwachsenden Grasart „Teosinte“ gelang es damals, Mais zu züchten.
Nachdem Christoph Kolumbus sie im Jahre 1483 aus der Karibik nach Europa brachte, dauerte es nicht lange, bis die Vielseitigkeit der Pflanze entdeckt wurde. Ihre Ausbreitung war nicht mehr aufzuhalten. Heute wird Mais weltweit angepflanzt. Die Hauptanbauländer sind die USA, China, Mexiko und Brasilien.

Lagerung und Haltbarkeit

Damit Maiskeimöl nicht zu schnell ranzig wird, ist es vor Hitze, Licht und Sauerstoff zu schützen. Am besten geeignet ist ein kühler und dunkler Aufbewahrungsort. Dann hält sich original verpacktes, raffiniertes Maiskeimöl ca. 18 Monate. Ungeöffnetes, natives Öl bleibt bis zu 12 Monaten frisch. Das Öl sollte in einer braunen oder dunkelgrünen Glasflasche abgefüllt sein. Eine angebrochene Flasche wird fest verschlossen und im Kühlschrank gelagert. Innerhalb von zwei bis drei Monaten sollte Maiskeimöl dann verbraucht sein.

Verwendung von Maiskeimöl in der Küche

In der Küche wird überwiegend raffiniertes Maiskeimöl verwendet, das sich zum vorsichtigen Dünsten und Kochen aber natürlich auch für die Zubereitung kalter Gerichte eignet. Inhaltsvoller und intensiver im Geschmack ist allerdings kaltgepresstes Maiskeimöl.

Damit die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben, sollte natives, kaltgepresstes Maiskeimöl nicht erhitzt werden. Mit ihm werden Salate und Rohkostgerichte verfeinert. Es verleiht Saucen, Mayonnaisen und Dressings eine ganz besondere Geschmacksnote. Gegarte Speisen können mit einem Spritzer Maiskeimöl nicht nur delikat verfeinert sondern auch aufgewertet werden. Besonders gut passt das Öl zu Gemüse- und Getreidegerichten. Wer 100g Maiskeimöl zu sich nimmt führt seinem Körper etwa 883 Kilokalorien zu.

Inhaltsstoffe und Gesundheit

Maiskeimöl enthält ca. 14% gesättigte Fettsäuren (11% Palmitinsäure und 3% Stearinsäure), 25% einfach ungesättigte Fettsäuren (Ölsäure) und ca. 55% mehrfach ungesättigte Fettsäuren (etwa 53% Linolsäure und 1% Linolensäure). Weiter sind die Vitamine A, E und K, Mineralstoffe und Spurenelemente in dem Öl enthalten.

Ein regelmäßiger Verzehr von Maiskeimöl beugt Arterienverkalkung vor und unterstützt die Zellerneuerung. Die Konzentrationsfähigkeit wird gefördert und das Immunsystem gestärkt. Vitamin K ist wichtig für die Blutgerinnung. Vitamin E erhöht die Leistungsfähigkeit und die Vitalität. Auch wirkt es sich positiv auf Haut und Haar aus. Neue Studien gehen davon aus, dass Maiskeimöl auch auf rheumatische Erkrankungen positiv einwirken kann.


Quellen und Weiterführendes

  • www.mazola.de: Wissenswertes über Öl - Zur Quelle.
  • www.zierkuerbis.at: Unser Zuckermais wird gestaffelt - Zur Quelle.
  • www.biologiezentrum.at: DIE MAISPFLANZE - Zur Quelle.
  • www.greenpeace.at: Wissenswertes über Mais und die Problematik von Gentech-Mais - Zur Quelle.