Palmöl

Bereits seit einigen Jahren gehört Palmöl weltweit zu den wichtigsten Pflanzenölen. Ein Grund dafür ist, dass die Steinfrüchte der Ölpalme (Elaesis guineesnsis) unterschiedlich reifen und deshalb ganzjährig geerntet werden können. Doch auch die starke Sonneneinwirkung und die hohe Luftfeuchtigkeit des tropischen Klimas wirken sich positiv auf das Wachstum der Ölpalme und die Fruchtbildung aus. Die Ölausbeute bei der Ölpalme ist über fünfmal höher als bei anderen ölhaltigen Pflanzen.

Gewinnung und Herkunft

Das rohe Palmöl CPO (Crude Palm Oil) wird aus dem orangefarbenen Fruchtfleisch der Steinfrüchte der Ölpalme (Elaeis guineensis) gewonnen. Das Fruchtfleisch besitzt einen Fettgehalt von ca. 50 bis 70 Prozent. Die schnell verderblichen Früchte werden zunächst mit Wasserdampf sterilisiert, um die fettspaltenden Enzyme des Fruchtfleisches zu zerstören. Danach werden die Früchte leicht gequetscht und das Fruchtfleisch von den Kernen getrennt. Aus dem zurückgebliebenen Fruchtmus wird nun das Palmöl ausgepresst und anschließend gereinigt. Die orangerote Farbe des Fruchtfleisches ist auf einen hohen Carotingehalt zurückzuführen, der dem Öl eine ebenfalls rötliche Farbe verleiht. Durch Raffination wird diese charakteristische Farbe allerdings weitestgehend entfernt.

Die ursprüngliche Heimat der Ölpflanze ist Afrika. Schon im alten Ägypten war sie als Nutz- und Heilpflanze bekannt und geschätzt. Heute wird sie hauptsächlich in Brasilien, Kolumbien, Malaysia und Indonesien angebaut. Der ständig wachsende Plantagenanbau erfordert eine kontinuierliche Abholzung des Regenwaldes. Dieser ist weltweit von größter klimatischer Bedeutung. Auch die Tierwelt des Regenwaldes wird zunehmend in Mitleidenschaft gezogen. Schon seit Jahren wird auf internationaler Ebene nach akzeptablen Anbaumethoden für Palmöl gesucht, um den Regenwald zu erhalten und seine Bewohner zu schützen.

Lagerung und Haltbarkeit

Palmöl sollte möglichst aromasicher gelagert werden, damit es keine Fremdgerüche annimmt. Wichtig ist ein kühler und dunkler Aufbewahrungsort. Ungeöffnetes Palmöl ist mehrere Monate haltbar. Wichtig ist, das angegebene Mindesthaltbarkeitsdatum zu beachten.

Palmöl in der Küche

Palmöl ist ein besonders hitze- und oxidationsstabiles Speiseöl und kann sehr gut zum Braten, Frittieren und Kochen verwendet werden. Auch Salaten, Dressings und Marinaden verleiht das Öl ein leicht süßliches, interessantes Aroma. In der Lebensmittelindustrie wird Palmöl für die Herstellung von Süßwaren, Pralinen und Backwaren verwendet. Das Öl ist auch eine wichtige Zutat bei der Margarineherstellung. Industriell wird Palmöl bei der Kerzen- und Seifenproduktion eingesetzt.

Inhaltsstoffe und Gesundheit

Palmöl setzt sich aus ca. 44 % gesättigter Palmitinsäure, aus 39 % einfach ungesättigter Ölsäure und ca. 10,5 % Linolsäure zusammen. Palmöl enthält außerdem wichtige B- Vitamine. Kosmetika, die mit Palmöl angereichert sind, glätten die Haut, versorgen sie mit Feuchtigkeit und schützen sie vor den schädlichen UV- Strahlen.


Quellen und Weiterführendes

  • www.faszination-regenwald.de: Palmöl oder der Boom der Ölpalme - Zur Quelle.
  • www.dieter-kloessing.de: Ölpalme - Elaeis guineesis - Zur Quelle.
  • www.wwf.de: Allgegenwärtig, doch unsichtbar: Palmöl - Zur Quelle.
  • www.bmelv-forschung.de: Palmöl: Saubere Produktion eines natürlichen Energieträgers - Zur Quelle.
  • www.greenpeace.at: Palmöl - Zur Quelle.
  • www.oeko-fair.de: Palmöl - Zur Quelle.
  • www.paraquat.com: Nahrungsmittel- und industrielle Anwendungen von Palmöl - Zur Quelle.