Weizenkeimöl

Das erlesene und sehr gehaltvolle Weizenkeimöl (Triticum vulgare) gehört mit zu den teuersten Pflanzenölen. Die Ölausbeute ist so gering, dass ca. 16.000 kg Weizen benötigt werden, um einen Liter des Öls zu gewinnen. Durch die Vielseitigkeit der effektiven Substanzen ist Weizenkeimöl sehr gesundheitsfördernd und wird immer häufiger in Diätprogramme integriert. Auch Pharmaindustrie und Kosmetikbranche nutzen bei der Herstellung ihrer Produkte die positiven Wirkungen des Weizenkeimöls.

Gewinnung und Herkunft

Weizenkeimöl wird aus den nährstoffreichen Keimlingen der Weizenkörner, überwiegend durch eine schonende Kaltpressung, gewonnen. Bei der Kaltpressung kommt es lediglich zu einer handwarmen Erwärmung, so dass die hochwertigen Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Das Öl schmeckt und riecht kräftig nach Getreide und besitzt eine dunkelgelbe Farbe.

Bei der Ölgewinnung durch Extraktion werden chemische Lösungsmitteln (Hexan, Benzin) verwendet, die das Öl herausziehen. Es erfolgt eine anschließende Raffination des Öls. Das Ergebnis ist ein geschmacksneutrales, helles, klares und lagerungsfähiges Öl. Allerdings gehen bei diesen Behandlungen die meisten hochwertigen Stoffe verloren.

Bereits vor ca. 8000 Jahren waren Wildformen des Weizens bekannt. Vermutet wird, dass Weizen ursprünglich im vorderasiatischen Raum beheimatet war. Heute wird das Getreide weltweit angebaut. Die wichtigsten Anbauländer sind Russland, Frankreich, England, die Türkei und Deutschland. Auch aus Kanada und den USA wird Weizen importiert.

Lagerung und Haltbarkeit

Weizenkeimöl ist sehr empfindlich und sollte lichtgeschützt und kühl gelagert werden. Öl in noch ungeöffneten Flaschen hält sich bis zu einem Jahr. Geöffnete Behälter sollten innerhalb von sechs bis acht Wochen aufgebraucht sein und bis dahin im Kühlschrank gelagert werden.

Verwendung in der Küche

Weizenkeimöl eignet sich für die kalte Küche, da bei Hitzezufuhr die meisten der hochwertigen Stoffe verloren gehen. Das delikate Öl verleiht jedem Salat und Dressing, Rohkostgericht und Dipp eine individuelle, würzige Note. Nach dem Garen kann es Suppen und Saucen zugefügt oder auf noch warme Gemüsegerichte geträufelt werden.

Inhaltstoffe und Gesundheit

Weizenkeimöl enthält ca. 19% gesättigte Fettsäuren (Palmitinsäure, Stearinsäure), ca. 20% einfach ungesättigte Fettsäuren (Ölsäure) und etwa 64,3% mehrfach ungesättigte Fettsäuren (Linolsäure, Linolensäure).Weiter befinden sich die wichtigen Vitamine A, B, D, E und K in diesem Öl. Bemerkenswert ist der sehr hohe Gehalt an Vitamin E (Tocopherol).

Bei regelmäßigem Verzehr von Weizenkeimöl helfen die wertvollen Inhaltsstoffe, den Cholesterinspiegel zu senken, das Immunsystem zu stärken und Herz- Kreiskauferkrankungen vorzubeugen. Die körperliche Leistungsfähigkeit wird erhöht und der vorzeitigen Hautalterung entgegengewirkt. Vitamin B und E stärken die Bandscheiben und das Bindegewebe. Auch wirken sie Rückenbeschwerden entgegen.


Quellen und Weiterführendes

  • www.dr-ritter.de: Weizenkeimöl - Zur Quelle.
  • www.heess.de: Gustav Heess / Weizenkeimöl - Zur Quelle.